"BALTIJSKAJA SWESDA" WOLIGDA-ONEGA-LADOGA
1.200 km Brevet

ein Bericht von Gerold Lehmann

 

Beim Treffen der PBP Veteranen auf der Tauplitz im Jänner 2008 habe ich bei Ferdinand Jung`s Erzählungen betreffend einer beabsichtigten Teilnahme am einem 1.200 km Brevet in Russland lange Ohren bekommen und gemeinsam mit Peter Sperling beschlossen, dort auch mitzufahren.

Es folgten lang andauernde Vorbereitungen wie Brevet-Anmeldung, Flüge buchen, Visa beschaffen, etc. – Ende Mai waren aber – vor allem dank Ferdinands hartnäckiger Bemühungen, die sogar in einer Vorab-Erkundungsreise gipfelten - alle Formalitäten erledigt.

Ich habe in Kenntnis der zu erwartenden Straßenverhältnisse mein Gios-Stahlrennrad mit 28er Vittoria Randonneurs-Reifen bestückt (die ich normalerweise nur am Reiserad fahre) und hinten an der Sattelstütze das (empfehlenswerte) System von Rixen & Kraul montiert, damit ich etwas Gepäck mitnehmen kann. Auf eine Lenkertasche habe ich diesmal verzichtet.

Peter Sperling und Ferdinand Jung bevorzugten für diesen Brevet mit Straßenreifen ausgerüstete Mountainbikes.

Jedenfalls sind alle drei Kartons unbeschadet am Flughafen von Moskau/Domedovo angekommen und wir wurden, zusammen mit Christian Hermanutz - der diesmal nicht selber fährt sondern „nur“ den Ferdinand betreuen möchte - auch schon von Anatol, unserem Fahrer, erwartet. Noch im verpackten Zustand wurden die Räder auf das Dach des Chrysler Voyager geladen und die lange Fahrt durch den Moskauer Abendverkehr quer durch die Stadt begann. Auf den vielspurigen Autobahnen, die das Siedlungsgebiet (das allerdings erst im Respektabstand zum Flughafen beginnt) durchschneiden, ist fast immer Dauerstau – aber mit stetem Fahrstreifenwechsel ist es Anatol gelungen, das Auto in Bewegung zu halten und das Büro von Ferdinands Freund in einer Moskauer Vorstadtsiedlung war bald erreicht.

Ca. eine Stunde kostete das Umpacken der Räder und der Ausrüstung, die Kartons wurden in der Firma von Gerhard Süss, einem Freund von Ferdinand, gelagert und dann ging es gleich weiter nach Volodga, ca. 400 km nordöstlich von Moskau. Nach der Stadtgrenze noch ein Stück autobahnähnliche Straße, dann verengt sie sich zu einer zweispurigen, teils schlechten Landstraße mit sehr starkem LKW-Verkehr – zügiges Fahren ist kaum möglich, auch weil überall die Polizei auf Schnellfahrer lauert.

Es ist schon wieder taghell, als wir endlich in unserem vorreservierten Hotel in Volodga eintreffen und fallen von der Autofahrt erschöpft in unsere Betten.

Am nächsten Tag ist zunächst einmal Kalorienaufnahme in einem überraschend guten All-You-Can-Eat-Buffet im Stadtzentrum und nachher eine kurze Besichtigungstour angesagt. Wirklich interessant ist eigentlich nur die sichtlich frisch renovierte Klosteranlage, die goldenen Kirchenkuppeln glänzen in der Nachmittagssonne. Auffallend ist nur die überaus lockere Verbauung mit entsprechenden zurückzulegenden Distanzen – Platz haben die Russen ja genug.

Mittlerweile sind in unserem Hotel auch andere Brevet-Teilnehmer aus Deutschland, Finnland, Belgien, ja sogar aus Israel eingetroffen und am Abend bringen wir die startfertigen Räder in eine Sporthalle in der Nähe des Hotels, in dem die Fahrerbesprechung stattfinden soll. Der Termin dafür wird immer weiter nach hinten verschoben, weil der Organisator per Auto aus St. Petersburg anreist (wie mühsam dieses Unterfangen ist, werden wir im Nachhinein verstehen).

Noch geht alles etwas chaotisch zu – die ausgeteilten Roadbooks sind nur auf Russisch und Englisch (mir egal) und dazu enthalten sie noch ein paar Fehler (mir schon weniger egal) – auch die Besprechung, die dann endlich um 21 Uhr beginnt, bringt nicht allzu viele neue Aufschlüsse bzw. Informationen – wir rauschen noch vor deren endgültigen Ende in unser Hotel ab.

Ein karges Frühstück (etwas Brot mit Käse und süße Palatschinken) wird noch durch mein mitgebrachtes Müsli ergänzt, dann fahren wir per Auto zur Sporthalle, wo schon reger Betrieb herrscht – die übliche Startatmosphäre, es riecht nach Massageöl, Pumpen zischen, jeder baut was zusammen bzw. schraubt herum.

Endlich setzt sich der ganze Tross in Richtung des großen Platzes vor dem Kloster in Bewegung, hier wird noch das offizielle Startfoto gemacht und neutralisiert geht es in Kleingruppen ein paar km aus der Stadt – nach einer großen Kreuzung erfolgt der offizielle Start.

Im Wissen, am ersten Tag noch in Ferdinands Nähe und damit auch in der des Begleitautos zu sein, habe ich auf jegliches Gepäck verzichtet und bin dementsprechend unbelastet unterwegs. Trotz des leichten Gegenwindes setze ich mich an die Spitze des Peletons – erscheint mir angesichts der mit Schlaglöchern und Querrillen übersäten Straße am sichersten. Mit einer vernünftigen Geschwindigkeit um die 30 km/h scheinen alle zufrieden – nur die Polizei ist es nicht, die mahnt die Gruppe vom Auto aus per Lautsprecher, nicht die ganze Fahrbahnbreite in Anspruch zu nehmen (zumindest wird es mir so übersetzt).

Der Tag lässt sich eigentlich ganz gut an, es ist warm, aber nicht zu heiß und die Landschaft ist so uninteressant nicht, bald wird es hügelig und der eine oder andere See taucht auf – störend nur die ewigen Stöße der Querrillen und die vielen Schlaglöcher.

Die erste Kontrollstelle bei km 128 liegt beim Kloster Kirillov am Ende einer 13 km langen Stichstraße, dorthin wird unsere Gruppe durch mehrere kleine Hügel ziemlich zerteilt, aber am Parkplatz vor dem Kloster finden sich alle wieder. Nach dem Stempeln der Karte ein paar Becher Fruchtsaft hineingeschüttet, Bananen ausgefasst und es geht wieder zurück zur Hauptstraße. Schade um das Kloster, das hätte ich mir gerne näher angesehen.

Ferdinand ist in meiner Nähe, Peter (der langsamer fährt aber viel weniger Pausenzeit vertrödelt) treffe ich auf der Rückfahrt zur Hauptstraße.  Auf dieser geht es dann recht flott dahin, immer öfter bieten ausgedehnte Waldgebiete guten Schutz vor dem nicht allzu starken Wind.

Bei km 201 die nächste Kontrolle an einer Tankstelle. Hier bleibe ich schon etwas länger, auch wenn die Regenwolken östlich der Straße zum Aufbruch mahnen. Fruchtsaft, ein paar Käsebrote und Kekse sollen die Kalorien für die Weiterfahrt liefern, die ich dann doch bald alleine beginne. Rechts die dunkle Wolke – von links scheint die Sonne, was dem Fahrbahnbelag in diesem Abschnitt gar nicht gut tut – der stellenweise aufgetragene Teer verflüssigt sich nämlich und mit den zwangsläufig aufgenommenen Kieseln und kleinen Steinen ergibt das eine interessante, aber lackunfreundliche Geräuschkulisse auf den nächsten Kilometern. Mein Trost ist, dass ich fast trocken bleibe.

Irgendwann ist den Straßenerhaltern der Teer ausgegangen und ich radle auf der schon gewohnt mittelschlechten Straße weiter, die Steinchen kleben weiter hartnäckig am Reifen – alle Versuche, das Problem während der Fahrt zu beseitigen (Kombi-Werkzeug bzw. Holzstücke entlang dem Reifen schleifen lassen), scheitern.

Dankenswerterweise nimmt sich der Christian bei der nächsten Kontrolle bei km 306 des Problems an, während ich in einem überdachten Rasthäuschen so etwas wie eine warme Mahlzeit genieße – ein Fertiggericht wird mit heißem Wasser überbrüht, muss noch zwei Minuten einwirken und soll dann genießbar sein – nun gut...

Ich finde, dass ich bis hierher eh schon brav gefahren bin (die Spitzengruppe verlässt die Kontrollstelle gerade in dem Moment meiner Ankunft) und warte hier auf den Ferdinand, dessen Aufenthalt gewohnt kurz ausfällt, gemeinsam radeln wir weiter, auf zwei Kilometer über Schotterpiste.

In Vytegra führt die Straße endlich wieder einmal durch eine Siedlung, hier gibt es auch eine Abzweigung der Route, die wir nach kurzem Suchen und Nachfragen dann finden. Nach der Ortschaft wieder eine längere Schotterstrecke über eine Baustelle, danach dafür ein paar km etwas bessere Straße. Langsam wird es etwas dämmrig, ich komme aber noch ohne Warnweste und Rücklicht gemeinsam mit Ferdinand bis zu meinem Tagesziel, der Kontrolle bei km 398 in einem Dorf ein paar Hundert Meter abseits der Hauptstraße. Aus dem Begleitauto übernehme ich die Sattelstützentasche, die mich für den Rest der Fahrt begleiten wird – hier trennen sich Ferdinands und meine Wege. Auf einer Wiese neben der Holzkirche und einem verfallenen Gebäude sind ein paar Zelte aufgestellt und ich mache es mir vorläufig gemütlich – soweit es die Gelsen zulassen. Mit dem russischen Gelsenmittel, das bereitliegt, bin ich etwas vorsichtig – meine Haut hat schon auf wahrscheinlich verträglichere Substanzen manchmal allergisch reagiert.

Nach dem Essen und ein paar Bechern Tee flüchte ich daher in eines der bereitgestellten Zelte und schlafe knappe vier Stunden – ohne Wecker wache ich von selbst auf, es ist nicht wirklich finster und es scheint bald wieder noch heller zu werden.

Kaffee, Tee und etwas Müsli von meinen mitgebrachten Vorräten und gemeinsam mit zwei deutschen Kollegen mache ich mich auf zur Weiterfahrt. Ich habe nur die Warnweste und ein Rücklicht, reicht vollkommen, es begegnet uns kein einziges Auto, außerdem wird es bald taghell. Ferdinand, der ohne Schlafpause weitergefahren ist, ist natürlich schon über alle Berge, zur Dritt erreichen wir die nächste Kontrolle in der Kleinstadt Pudozh bei km 459. Im Schulgebäude ist es angenehm warm und der zweite Teil meines Frühstücks beginnt.

Draußen wird es bald sichtlich ungemütlich werden, die Schleier von Regenwolken sind schon deutlich zu erkennen, auch wenn es im Ort noch trocken ist. Nach ein paar Hundert Metern nötigt der einsetzende Regen schon zum Anlegen der Regenjacke und -hose, auf nasser Fahrbahn geht es weiter, wenigstens ist es nicht wirklich kalt, auch Wind gibt es jetzt am Morgen noch keinen.

Wald rechts, Wald links, zur optischen Erbauung hie und da ein Feld oder ein Wasserlauf. Die Regenfront hat dramatischer ausgesehen als sie tatsächlich war, bei der nächsten Kontrolle in einem Kinderlager etwas abseits der Straße beim km 518 ist die Fahrbahn sogar schon trocken. Die Einfahrt (bzw. der Eingang, weil man da Rad über einen kurzen Feldweg schieben muss) ist mit bunten Luftballons unübersehbar markiert und in einer der kleinen Holzhütten gibt es warme Suppe (und viele Gelsen). Ich liege hervorragend in der Zeit und lasse mir auch solche geben – leider gibt den Kaffee überall nur mit abgepackter Kondensmilch, obwohl man immer wieder mal Kühe sieht.

Vorsichtig rolle ich den Feldweg wieder zurück auf die Hauptstraße und verlasse das Kinderlager - das sich wohl nur für sehr anspruchslose und gelsenresistente Kids eignet - und folge weiter der von de facto autofreien Straße P 8 nach Norden. Mittlerweile scheint schon wieder die Sonne, leider bekommt man den westlich gelegenen Olega-See nie zu Gesicht.

Mein Stahlrad schluckt brav alle Wellen und Stöße, auch die Gel-Pads unter dem Lenkerband dämpfen, trotzdem machen sich die vielen auf den schlechten Straßen zurückgelegten Kilometer langsam in den Händen bemerkbar. Allmählich kommt (Gegen)Wind auf – da die Straße fast immer durch dichten Wald führt ist aber etwas natürlicher Windschutz gegeben.

Die nächste Kontrolle in der Schule des Ortes Chyolmuzhi bei km 578 wird über eine einen Kilometer lange Schotterstraße erreicht, die Hauptstraße im Dorf ist wieder asphaltiert. Hier im Turnsaal schlafen ein paar Kollegen, ich koste mich einstweilen durch das Verpflegungsangebot. Einem deutschen Kollegen ist eine Speiche seines Shimano-Systemlaufradsatzes gebrochen, die Veranstalter bemühen sich um Ersatz (was dann auch klappt).

Ich breche alleine zur Weiterfahrt auf – die Straße scheint ab hier ganz gut und breit zu sein, Verkehr ist keiner – also beschließe ich, erstmals mit dem i-pod zu fahren. Die nächsten Kilometer lasse ich mich von Sex Pistols bis Grateful Dead quer durch den musikalischen Gemüsegarten begleiten. Es geht um den Nordzipfel des Olega-Sees (den man aber nie sieht), der Wind ist noch erträglich, die Straße ganz gut. Ein russischer Kollege, den ich einhole, versucht ein paar Kilometer mein Hinterrad zu halten, lässt aber dann abreissen.

Aus mit Musik und flottem Radeln dann ein paar Kilometer nach Pindushi  – nachdem ein Seezufluss mit von einem Polizisten bewachter Brücke (keine Ahnung, was sich der Typ zuschulden kommen ließ, hierher kann man wohl nur strafversetzt werden, wenigstens ist nicht viel zu tun) überquert wird und noch ein Foto von der Holzkirche mit malerisch davor drapierter Kanone geschossen wurde, rumple ich fast in Schrittgeschwindigkeit zwischen unzähligen Schlaglöchern herum, bis endlich die Ortschaft Medvezhyegorski erreicht ist.

Ich habe schon schönere Orte gesehen, neben der Straße scheint sich eine Kaserne zu befinden, es gibt aber Geschäfte und auch ein Hotel. Auf den Häusern, die ich als Verwaltungsgebäude zu identifizieren glaube, prangt nach wie vor Hammer und Sichel, im Park grüßt Lenin von seinem Sockel aus den Reisenden. Gut, dass mich der russische Kollege wieder eingeholt hat - hier ist der Ortskundige im Vorteil – ich erspare mir das Suchen der Abzweigung der Nebenstraße zum See.

Mittlerweile ist es wieder leicht dämmrig geworden, gleich nach der Abzweigung steigt die Straße hinauf auf einen Höhenzug recht kräftig an um dann gleich zum Seeufer abzufallen – endlich sehe ich den Olega-See.

Auch die restlichen 23 km sind ziemlich hügelig, für mich aber eine willkommene Abwechslung zu den vorigen flachen Kilometern. Ich treffe den Ferdinand, der sich schon wieder auf dem Rückweg befindet. Seenähe = Wind, daher sollte ich die späten Abend- bzw. frühen Morgenstunden nutzen. Interessanterweise ist auf der Nebenstraße mehr Verkehr als vorher auf der Hauptstraße, Verkehrserreger dürften die vielen kleinen Hütten und Siedlungen entlang des Sees sein, offenbar Sommerdomizile.

Jetzt ist es im Wald schon dunkler als ich die nächste Kontrolle direkt am Seeufer bei km 682 erreiche, ein Zelt lädt zum Schlafen und das große Lagerfeuer zum Rasten ein (verscheucht die Gelsen und bietet etwas Wärme, es ist nämlich ziemlich kalt geworden). In meiner Naivität hatte ich damit gerechnet, mich hier am See etwas reinigen zu können, aber angesichts der Außen- und der Seetemperatur verkrieche ich mich nach dem Essen (hier die deftige Abteilung – Suppe mit Wurst) in den Schlafsack.

Knapp nach Mitternacht des nächsten Tages wache ich weckerlos auf (die innere Uhr funktioniert) und nach Kaffee und Keksen rauf aufs Rad und die Stichstraße retour, meine mittlerweile eingetroffenen deutschen Freunde brechen mit mir auf.  Hier in der Nacht ist es wahrlich saukalt und ich büße für meine Entscheidung, die „Kälteausrüstung“ im Auto gelassen zu haben. Alle Entgegenkommenden sind – der Außentemperatur entsprechend – dick eingepackt, ich bin der einzige in kurzer Hose und kurzen Handschuhen.

Knapp vor der Kreuzung treffe ich dann auch auf eine Gruppe mit dem Peter, der noch den Weg zur Kontrolle vor sich hat. Um ihn mache ich mir wenig Sorgen, er ist zwar langsamer, aber unheimlich stetig unterwegs und Schlafentzug gewöhnt.

Am Ortsende noch eine nächtliche Polizeikontrolle, sogar meine zwei Mitradler und ich werden aufgehalten, können aber gleich weiterfahren. Eine imposante Straßenkreuzung mit Ober- und Unterführungen bei der Abzweigung des „Murmansk-Highway“, bis zum nördlichen Eismeer ist es gar nicht mehr so weit, hier ist auch der nördlichste Punkt der Fahrt erreicht.

Richtung Petrozavodsk wurde die Straße neu trassiert und großzügig ausgebaut.

Ich genieße den guten Asphalt, leide aber unter der Morgenkälte – nach dem Radcomputer hat es drei Grad. Fast schnurgerade schneidet die neue Straße durch die Schärenlandschaft, wie ich sie auch im nahen Finnland schon gesehen habe. Über den zahlreichen Teichen und Mooren liegt der Morgennebel, aber meine Rechnung geht auf – bis jetzt überhaupt kein Wind. Interessante Landschaft – kein richtiger Wald mehr, eher so einzelne kleine Bäume, dürfte schon die beginnende Tundra sein.

Die neue Straße wird auch von Lastwagen benutzt, wirklich unangenehm wird es aber nie, außerdem gibt es einen Seitenstreifen. Die Finger schmerzen, es ist KALT, jetzt nur ja keine Panne, immer in  Bewegung bleiben – so um die 25 km/h ist es am erträglichsten. Es ist schon wieder taghell und auch etwas wärmer, als ich eine Abzweigung mit großer Tankstelle erreiche – ich bin aber so im Radeln auf der guten Straße vertieft, dass ich das Roadbook vergesse und weiter und weiter fahre.

Erst als die im meinem Roadbook bei km 784 angekündigte Ortschaft nicht und nicht auftaucht, obwohl ich schon genügend km zurückgelegt habe, realisiere ich, dass da etwas falsch laufen muss. Die entlang der Hauptstraße noch großzügig scheinenden Stichstraßen zu den wenigen Ortschaften verenden sofort in besseren Feldwegen – schweren Herzens radle ich fast 15 km wieder zurück. Das dritte Auto, das ich anhalten möchte, um nach dem Weg zu fragen, hält – der Fahrer hat sogar GPS dabei, aber die nächste Ortschaft Girvas ist dem Gerät nicht bekannt, dem aus Moskau stammenden Fahrer auch nicht.

Ich fahre also leicht sauer zurück bis zur Tankstelle und tatsächlich steht dort unübersehbar das Schild zur Abzweigung – mein Fehler, fast eine Stunde verloren. Ich tröste mich aber damit, dass ich nach wie vor über unendlich viel Zeitguthaben verfüge und erreiche jetzt wieder auf verkehrsfreier, natürlich schlechter gewordenen Nebenstraße den Ort – das eigentliche Zentrum samt Schule befindet sich abseits der Durchzugsstraße.

Hier treffe ich nicht nur auf einige Mitradler, teils essend, teils im Turnsaal schlafend, sondern auch auf mein hier deponiertes Paket mit frischer Wäsche – sehr angenehm. Nach dem Essen gehe ich gleich einmal eine Runde schlafen – später am Tag wird es hoffentlich wärmer sein.

Nach drei Stunden Schlaf verlasse ich nach einem neuerlichen Frühstück die gastliche Verpflegungsstation von Girvas und radle jetzt bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur weiter. Kurz nach dem Ort überquert man einen Staudamm und dann wird die Landschaft wieder zusehends hügelig, die Straße ist gewohnt schlecht, wenigstens ist sie nicht katastrophal – hier muss man bescheiden sein.

Ich bin schon wieder ein paar Kilometer südlicher und die Bäume werden wieder mehr, in Spasskaya Guba radelt man ein Stück am Ufer eines der zahlreichen Seen entlang. Wind und Autos gibt’s kaum, ausgeschlafen bin ich auch halbwegs, eigentlich ein angenehmer Radtag, der Verkehr wird offenbar von der neu trassierten und ausgebauten M 18 übernommen.

Irgendwann mündet meine Straße dann wieder auf die Hauptstraße – sofort gibt es ungewohnt viel Verkehr. Aber der hat auch einen Vorteil: hier gibt es potentielle Kundschaft für einen hervorragend ausgestatteten Obststand neben der Straße – und das Warenangebot trifft genau meinen Gusto: ich kaufe einen Apfel und mehrere Ringlotten, das Obst wird mir von der freundlichen jungen Verkäuferin auch gleich abgewaschen.

Je näher sich die Straße dem Hauptort der Gegend, Petrozavodsk, nähert, desto besser wird sie. Ich erkenne von der Stadt nur die Plattenbauten der Randsiedlungen aus der Ferne, wahrscheinlich habe ich nicht viel versäumt. Scheint auch Rennradler hier zu geben – von der pompösen Überführung bei der Abzweigung in den Ort sehe ich eine ganze Gruppe windschattenfahrend Richtung Stadtzentrum radeln.

Die nächste Kontrolle ist wieder einmal in der Schule des kleinen (Vor)Ortes Shuva bei km 863 und wird von einer Jugendgruppe aus St. Petersburg sehr engagiert betreut, hier gibt es zur Abwechslung einmal selbst gemachte Krautsuppe. Vorerst bin ich der einzige Radfahrer hier, später treffen noch zwei russische Kollegen ein. Während der Rast gehe ich meinen Zeitplan durch und beschließe, bei der nächsten Kontrolle wieder einmal etwas zu schlafen – langsam aber sicher geht der Brevet in die Endphase, und ich habe noch über 30 Stunden Zeit für 350 km.

Zurück zur Hauptstraße, gleich danach gibt’s eine zollähnliche Kontrollstation der Polizei, weil hier offenbar eine innerrussische Grenze zwischen Karelien und einer anderen Provinz überschritten wird und dann anfangs recht flottes Radeln auf langsam wieder schlechter werdender Straße mit viel (LKW)Verkehr.

Und dann wird es ganz schlecht – auf 5 km finden Straßenbauarbeiten statt, der Verkehr wird wechselseitig angehalten und es geht noch dazu bergauf – auf grobem Schotter, mit der Rennradbereifung grenzwertig. Straßenrand zum Schieben gibt’s keinen, gleich neben dem frisch aufgeschütteten Schotter beginnt der dichte Wald. So weit – so schlecht. Ich zirkle das Rad in Schrittgeschwindigkeit vorbei an den wartenden Autos und – als die einzige Fahrspur für meine Fahrtrichtung freigeben wird – trete ich wie wild in die Pedale, damit mich nur ja keiner der Autofahrer überholt, er hätte mich zwangsläufig in den losen Schotter am Rand abgedrängt.

Der Lohn für den Stress ist aber pipifeiner Asphalt auf den folgenden Kilometern, die breite Fahrbahn bietet sogar einen Seitenstreifen – gute Gelegenheit, wieder etwas Musik zu hören. Die obligate nachmittägliche Schauerwolke entlädt sich erst hinter mir, ich bekomme nur ein paar Tropfen ab. Nach über 900 km verlangsamt sich jetzt die Durchschnittsgeschwindigkeit trotz guter äußerer Bedingungen immer mehr, auch gehe ich öfters aus dem Sattel um den Hintern zu schonen.

Das Dorf Kotkoozero (km 971) mit der nächsten Kontrollstelle liegt abseits der Hauptstraße und es ist schon wieder leicht dämmrig, als ich in die Ortschaft rolle. Der Weg zur Schule ist nicht asphaltiert und wäre eher etwas für das MTB. Rein in die Schule, die Kontrollkarte gestempelt, noch etwas gegessen und dann ab in den Turnsaal, wo sich schon einige Radler ausruhen.

Ich schlafe wie immer sofort ein, aber kurz nach Mitternacht zwingt mich ein dringendes Bedürfnis auf die Toilette – als ich nach zwei Minuten zurück zu meinem Schlafplatz auf einer Iso-Matte komme, ist selbige schon besetzt, mein Radfreund schläft tief und fest.
Auch gut, für Brevet-Begriffe bin ich eh ausgeschlafen, ich werde halt bei der nächsten Station weiterpennen.

Etwas ungemütlich hier draußen, wenn auch nicht so kalt wie am Onega-See vorige Nacht. Warnweste angezogen, Rücklicht aufgesteckt und ab durch den menschenleeren Ort wieder zurück zur Hauptstraße, auf der jetzt kaum Verkehr ist.

Nach ein paar Kilometern dann blinkende rote Lichter in der Ferne – ein Ansporn, das Tempo etwas zu forcieren. Es dauert nicht lange und ich überhole die drei Kollegen, nur einer aus der Gruppe schert aus und hält mein Hinterrad. Obwohl ich mich mit ihm verbal nicht verständigen kann, wechseln wir uns in der Führungsarbeit ab und kommen ziemlich schnell voran. 5 km vor Olonets wird dann die angenehm zu fahrende M 18 verlassen und wir rumpeln durch die Kleinstadt. Nur ein paar Straßenköter sind wach, die uns auch prompt verfolgen, sich aber von russisch-wienerischen Schimpfwörtern schnell beeindrucken lassen.

Erstmals ist Sortavala schon angeschrieben und wir radeln kurz darauf entlang des riesigen Ladoga-Sees. Viele Hütten und Feriensiedlungen stehen in Ufernähe, es ist schon hell und wir entledigen uns bei einer Pinkelpause der Nachtausrüstung. Leider verlassen meinen russischen Mitradler zusehends die Kräfte – ich warte noch ein paar Mal, sehe aber schnell ein, dass mein Tempo für ihn derzeit zu hoch ist. Seit vielen Kilometern ist mir kein Auto mehr begegnet, die Straße ist nicht so schlecht und ich komme weiter gut voran. Die Landschaft mit den nadelbaumbewachsenen Felsen erinnert mich sehr an meine Reise durch Südfinnland, ist ja auch nicht weit weg. Lange geht es schnurgerade durch den Wald. Vereinzelt sieht man ein paar Denkmäler am Rand der Straße, die von der parallel laufenden Eisenbahn begleitet wird. Wieder bewährt sich das Radeln am frühen Morgen – trotz Seenähe ist es absolut windstill.

Hie und da werden Ortschaften durchquert und nach dem Dorf Vidlitsa dann die nächste Kontrolle bei km 1060, wieder direkt am Seeufer. Kaum bin ich ausgerollt, stürzen sich schon Schwärme von Gelsen auf mich. Das Lagerfeuer hier ist leider zu mickrig, um die Stechmücken ernsthaft zu stören und so flüchte ich nach einem Teller Suppe sofort in eines der bereitgestellten Zelte um wieder zu schlafen.

Ich wache nach drei Stunden auf, als ein Kollege das 2-Mann-Zelt entert – auf Kuscheln habe ich jetzt keine Lust, ich stehe lieber auf, trinke noch einen Schnellkaffee und gehe zur Freude der Gelsen einem menschlichen Bedürfnis im Wald nach. Rauf aufs Rad und nur weg hier!

Während der Fahrt merke ich, dass meinem üblicherweise sehr robusten Verdauungssystem irgendetwas nicht gut bekommen ist – vielleicht habe ich die Trinkflasche versehentlich nicht mit dem bereitgestellten Trink-, sondern mit dem ebenfalls herumstehenden Nutzwasser gefüllt. Obwohl ich mich körperlich gut fühle, sollte ich etwas gegen drohendes Unheil aus der Bauchgegend tun – wie wäre es mit Cola?

Nach ein paar Kilometern tauchen tatsächlich ein paar Häuser und auch ein Schild zu einem „Magazin“ etwas abseits der Straße auf. Das Magazin erweist sich als überraschend gut sortierter Mini-Markt und ich kaufe gleich einmal zwei Flaschen Cola (zu Westpreisen) und eine Banane.

Noch ein unfreiwilliger Halt in einem Waldstück und ich hake meine Magenprobleme als erledigt ab, das zerstochene und durch das lange Fahren schon im Mitleidenschaft gezogene Hinterteil wird wieder vorsichtig auf dem Sattel platziert und weiter geht’s. Hie und da wird die Bahnlinie gekreuzt, eine Schrankenanlage wird noch händisch bedient – die in dem kleinen Häuschen neben der eingleisigen Strecke wohnende Wärterin in Uniform wird hier in dieser Gegend so schnell kein Burn-out bekommen.

Mit Fortschreiten des Tages bilden sich wieder die bekannten Schauerwolken und bei der Ortseinfahrt in das Kleinstädtchen Pitkyaranta (km 1135) radle ich auf nasser Fahrbahn, bleibe aber noch vorläufig trocken. Wahrlich kein Ort für einen längeren Urlaub, aber es gibt neben der Straße einen Obststand, bei dem ich eine weitere Banane kaufe – sicher ist sicher. Laut Roadbook geht es bei einem Denkmal mit Panzer links ab – unübersehbar steht das ausgediente Kriegsgerät neben der Straße. Noch ein paar Hundert Meter durch leicht verfallend wirkende Plattenbausiedlungen zu einem Gebäude, das von außen nur mit Phantasie als Schule betrachtet werden kann, im Inneren aber ansehnlicher wirkt – im Fest- bzw. Theatersaal ist die letzte Kontrolle bzw. Verpflegung.

Während ich mich stärke und einen Regenschauer abwarte, der durchaus heftig gegen die Fenster trommelt, wird meine Kette von einem Betreuer Glied für Glied penibelst geölt. Als bald wieder die Sonne scheint, möchte ich die Sache jetzt endgültig hinter mich bringen, die restlichen 70 km werden kein Problem darstellen.

Kaum am Rad, flüchte ich vor dem nächsten heftigen Schauer sogleich in das Bus-Wartehäuschen neben einer Fabrik. Der Regenguss dauert zwar wieder nur ein paar Minuten, setzt aber alle zahlreichen Schlaglöcher auf der Straße unter Wasser – und es sind so viele, dass die (Gott sei Danke wenigen) überholenden Autos mich zwangsläufig anspritzen.

Ein paar Kilometer weiter ist es dafür wieder fast trocken – seltsames Wetter hier, über dem Ladoga-See entsteht schon der nächste Schauer. Mit jedem Kilometer komme ich dem Ziel näher und ich werde die Prüfung (=Brevet) ohne allzu große Schwierigkeiten bewältigt haben – ein angenehmes Gefühl.

Ziemlich unvermittelt biegt die Route vom See weg ab, unterquert durch eine sehr niedrige Unterführung die Eisenbahn (was für mich den Vorteil hat, da hier keine LKWs fahren können) und dann erklimmt die Straße einen bewaldeten Hügel – am höchsten Punkt ein riesiges Kreuz, scheint diesmal ein religiöses Denkmal zu sein.

Die nächste überdimensionierte Straßenkreuzung mitten im Wald (ob sich hier überhaupt schon jemals zwei Autos begegnet sind?) und es geht auf neuer Straße leicht bergab wieder in Richtung See. Wäre alles bestens, wenn mich nicht die Ausläufer der Schauerwolke erwischt hätten – fünf Minuten Regen reichen, mich wieder zu durchfeuchten – Unterstellmöglichkeiten gibt es hier nicht. Aber Nässe oder die zunehmend tauber werdenden Finger sind mir jetzt egal, ich reite als Sieger in Richtung Sortavala.

Plötzlich wechselt der schöne Asphalt wieder in einen fürchterlichen Straßenzustand, der bald kommende Bahnübergang würde wegen der bis zu 10 Zentimeter rausragenden Schienen auch manche CC-Federgabel vor Probleme stellen.

Und jetzt wird es richtig hügelig, sodass endlich auch die 39/25-Übersetzung zum Einsatz kommt, dafür beginnt auch der landschaftlich attraktivste Teil – die letzten Kilometer werden direkt am Seeufer zurückgelegt. Schade, dass man wegen der schlechten Straße die schönen Ausblicke nicht richtig genießen kann, auch der hier wieder etwas stärker werdende Verkehr fordert Aufmerksamkeit.

Das Handy läutet und Ferdinand erkundigt sich nach meinen voraussichtlichen Ankunftstermin.

Ein letzter Anstieg und dann beginnt wieder locker verbautes Gebiet, am Horizont ist schon die Stadt zu erkennen – bald geschafft. Sotavala begrüßt mich gleich mit dem ersten Bike-Shop, den ich in Russland sehe und dann ist es noch ein gutes Stück in das eigentliche Zentrum nahe einer markanten Brücke über einen Ausläufer des Ladoga-Sees. Hier ist nicht nur ein als solches gleich erkennbares Hotel sondern auch ein kleiner Hafen, in dem allerlei Boote liegen. Leider ist die Brücke stark befahren, für ein paar Fotos steige ich aber trotzdem ab. Auf der anderen Seite ein weithin erkennbares weißes schlossartiges Gebäude mit einer kleinen Statue davor und dahinter dann das unspektakuläre Ziel in Form einer abgefuckten Turnhalle. Mein Empfang ist nicht ganz so pompös wie bei Paris-Brest-Paris im Vorjahr, aber Christian, Ferdinand und ein finnische Radler bilden meinen Fanblock und gratulieren zum Finish.

Das Rad wird in der Turnhalle abgestellt, wo sich auch einige Finisher auf Matten am Boden ausruhen und ich feiere meinen Erfolg mit einem Schluck Wodka aus dem Plastikbecher.

Wieder auf der anderen Seite der Brücke ist unser Hotel – nach dem Duschen treffe ich auf der Brücke eine ganze Gruppe von deutschen Kollegen, die auf dem Weg ins Restaurant sind und mich überreden, sich ihnen anzuschließen. Ok, zugegeben, viel Überredungskunst mussten sie nicht aufwenden und wir verspeisen eine recht schmackhafte Mahlzeit und begießen unseren Erfolg mit dem durchaus schmackhaften russischen Bier.

Knapp nach Mitternacht finisht dann auch der Peter Sperling – auch er kommt noch zu ein paar Stunden Erholungsschlaf. Wir frühstücken ziemlich bald und machen uns auf die lange beschwerliche Autofahrt zurück nach Moskau.

Bis St. Petersburg ist die Gegend noch recht schön, wenn auch die Straße schlecht – die größtenteils autobahnähnlich ausgebaute und stark befahrene Verbindungsstraße nach Moskau führt durch landschaftlich uninteressantes Gebiet, zudem regnet es heftig – ich bin froh, hier nicht Rad fahren zu müssen.

Es bleibt noch ein ganzer Tag für eine oberflächliche Stadtbesichtigung – unsere Beine sind natürlich müde und die zu Fuß zurückzulegenden Entfernungen sind sehr groß – mein Sight-Seeing beschränkt sich auf den Roten Platz und Umgebung und schon dafür werden ordentliche Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

 

Der Tag drauf vergeht mit dem Verpacken der Räder, bevor Anatol Peter und mich zum Flughafen bringt (Christian und Ferdinand bleiben noch ein paar Tage in Moskau) – die Räder sind unbeschadet in Wien angekommen.

Meine (Rad)Reiseeindrücke von dem kleinen Teil von Russland, das ich kennengelernt habe:

Positiv: ungewohnt viel Natur (allerdings mit Gelsen...), auf manchen Straßen begegnet einem stundenlang kein Fahrzeug, oft sehr freundliche Leute
 
Negativ: wegen der noch immer mühseligen Bürokratie kein einfaches Reiseland (besonders das Finden einer Unterkunft stelle ich mir auf einer individuellen Radreise äußerst mühsam vor), Straßen zum Teil abartig schlecht, Radfahr-Infrastruktur (Werkstätten, Ersatzteilversorgung) kaum vorhanden, Autofahrer nicht gerade rücksichtsvoll, abseits der Städte Sprachschwierigkeiten.

Trotzdem könnte ich mir – allerdings nur bei Liberalisierung der Einreise- bzw. Aufenthaltsbedingungen – eine Radreise in Russisch-Karelien wieder vorstellen – besonders die Strecke Richtung Murmansk und dann westlich nach Norwegen zum Nordkap dürfte landschaftlich sehr interessant sein.
 
Mein besonderer Dank für das gelungene Brevet gilt dem Ferdinand Jung, der die ganze mühselige Organisation des Ausflugs auf sich genommen hat, seinem Moskauer Freund Gerhard Süss und unserem Fahrer Anatol (der uns über viele Hundert Kilometer sicher durch Russland geführt und alle Polizeikontrollen bemerkenswert geduldig ertragen hat), Christian Hermanutz (von dessen Betreuung auch ich profitiert habe) und nicht zuletzt den russischen Veranstaltern (die es sich wirklich nicht leicht gemacht haben und unter den gegebenen Bedingungen nach Anfangsschwierigkeiten eine schöne Radfahrt organisiert haben) sowie den vielen freundlichen HelferInnen an den Verpflegungsstationen, die mich immer nett und freundlich empfangen haben und um mein Wohl besorgt waren.

 
Ferdinand hat auf seiner HP einen Bericht über den Brevet.
 
 


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