KUOTA 12 h KRAFTWERK TROPHY

23. Mai 2009

Bericht: Brigitte D.
Fotos: Hans, Sandra, Anna, 2RC und viele andere …

 

Dieses Jahr fand die legendäre Kraftwerk Trophy mitten in Wien – auf der Wiener Donauinsel - statt. Und der RC Sereno war stark vertreten:

Neben unseren Einzelfahrern Helene und Josef haben wir 4 3er-Staffeln gestellt:
RC Sereno 1 mit Branko, Martin und Werner
RC Sereno 2 mit Bernhard, Franz und Walter
RC Sereno 3 mit Kurt, Oliver und Gastfahrer Michael
RC Sereno / Die Serenas: Andrea, Brigitte und Marianne.

Auch Michl war als Solofahrer unterwegs – startete diesmal aber für Hartwig IT.

Schon am Vorabend haben sich einige getroffen, um die Strecke zu besichtigen und die Startnummern abzuholen. Dank Martin & Co wurde der Platz für das Sereno-Lager gleich neben dem Versorgungszelt, dem offiziellen Radservice und der Moderation neben der Strecke reserviert … ein optimaler Platz neben der Strecke – mitten im Geschehen und mit 12 Std. Musikbeschallung …

Am Samstag um 8.30 Uhr gings bei herrlichem Wetter – heiß und den ganzen Tag Sonnenschein - los … Die ersten drei Runden durfte bei den Staffeln nicht gewechselt werden – für die Serenas startete Andrea – und danach hatten die Damen die Taktik, jede Runde zu wechseln.

RC Sereno 1 und 2 hatten eine sehr ausgeklügelte, ungewöhnliche Taktik: Beide Staffeln fuhren bis Mittag mit 2 Fahrern, danach gesellte sich das 3. Staffel-Mitglied dazu … ob dies die schnellste Variante war? ;-)

Sereno 1:

Sereno 2:

Sereno 3:

Michi - kurzfristig für unsere Staffel eingesprungen - hatte öfters ein bekanntes Gesicht in seinem Windschatten - Jure Robic, dem Sieger, dürfte es hinter ihm gefallen haben:

Helene, Josef und Michl fuhren Runde um Runde ...
Während für Helene und Josef vorerst alles nach Plan lief, hatte Michl leider weniger Glück - nach einem Stich im Rücken war an Radfahren nicht mehr zu denken – aber so hatten wir einen weiteren großartigen Fan an der Strecke. Danke!

Bei uns Damen lief es ausgesprochen gut. Wir haben bald auf 2er und 3er Turns umgestellt – je nach Möglichkeit, in einem Packl mitzufahren. Obwohl es auch für uns Neuland war, hat jede Übergabe problemlos funktioniert – die Stimmung war super und nach 6 Std. hatten wir schon 1 Runde Vorsprung.

Als besonders nett fand ich es, dass wir ständig besucht wurden. Abgesehen von den besseren Hälften der FahrerInnen war Hans ja sowieso als Helfer auf der Strecke und wie üblich mit Fotoapparat ausgerüstet – Anna und Bernd feuerten uns genauso an wie Daniela und Herbert – um nur einige zu nennen…. Danke an alle, die vorbeigekommen sind !!!

Die Stimmung war ausgesprochen relaxed und stressfrei – sowohl auf der Strecke als auch im Fahrerlager. Viel Zeit zum Plaudern .... und Essen .... und sogar Massieren ....

So verging auch der Nachmittag – die Serenas hatten dann schon 2 Runden Vorsprung – kämpften aber immer noch tapfer gegen den Wind – Helene und Josef kämpften gegen Wind und Zeit und unsere Herren-Staffeln für eine noch bessere Platzierung.

Es war echt ein super Event – aber schauen wir mal, was die Helden selbst nach dem Event zu sagen hatten:

Werner: "Mir dan de fiass weh und i bin miad. Sunst hots eigentlich supa spass gmocht, vor oim, waum ma so vüle san und uns gegenseitig aufbaun auffeiern und höfn. des taugt ma!"

Marianne: "Es war ein supertolles Rennen und echt schön mit euch fahren zu dürfen!!! Es war total stressfrei und hat echt Spaß gemacht! Danke sagen möchte ich gerne Silvia und Traude die sich toll um uns gekümmert haben -- sei es Getränke bringen oder die Zelte sauberhalten!!! Am schönsten fand ich den Zusammenhalt aller Beteiligten  !!!!!!! Ein echtes Team halt. Super.................."

Helene: "Das erste mal 12 h solo - die vermeintlichen Erfahrungen aus den Staffelteilnahmen voriges Jahr erweisen sich nach spätestens 5 h als obsolet. Packln sind für mich immer schwerer zu halten, die regelmäßigen Tempoverschärfungen nach den teilweise anspruchsvollen Kurven verlangen Löcher zuzufahren und kosten Kraft, ab da fahre ich immer mehr allein bzw. in kleinen Zweckgemeinschaften, was sich im Tempo niederschlägt. Meine Befürchtung, 12 h wären psychisch eine Herausfordeung, weicht der Erkenntnis, dass ein körperlicher Schmerz die wesentlich größere Problematik darstellt: die Fußsohlen, zeitweise wie Messerstiche. Stehenbleiben und entlasten hilft zwar kurzfristig, ich werd mich aber bis zum Ende damit rumschlagen. Mein Ziel ist durchhalten. Nach einer Nettofahrzeit von 11h und 21min fahre ich über die Ziellinie und bin erstmal wahnsinnig froh, aus den Schuhen zu kommen. Nach einer halben Packung Chips (die besten meines Lebens!) und einem Schluck Bier bin ich halbwegs wiederhergestellt. Das Rennen war großartig, die Stimmung super, viele Anfeuerer (danke!) und sehr faire SportlerInnen."

Michi: "Danke an alle Serenas und Serenos für den tollen Tag, war ja fast wie Urlaub: Essen, Trinken, Herumliegen, Tratschen ... und a bissl radlfoahrn.
Danke besonders an Traude, die geschleppt hat wie ein Esel und Martin für das tolle Zelt.
Danke auch an meine Staffelpartner Oliver und Kurt, dass ihr meine Eskapaden hinsichtlich der vereinbarten Rundenanzahl weggesteckt habt, der Ehrgeiz ist mit mir durchgegangen..."

Josef: "Viel habe ich nicht zu berichten, dass es eine Superveranstaltung war, weiß eh ein jeder. Ich habe ernsthaft überlegt in der Singespeedwertung zustarten und habe es nach einer Probefahrt zum Glück nicht gemacht. Ein neuer persönlicher Rekord (400 km) war mir wichtiger, und ich habe während der Fahrt immer wieder nachgerechnet, ob sich das ausgeht. Wie auch schon im Bikboard geschrieben, sind die ersten 8 Stunden toll gelaufen; immer im Windschatten und schnell unterwegs. Bei einigen kleinen Ausreißversuchen merkte ich erst, dass der Wind ganz schön bremst. Dann bin ich massiv abgerissen, die Rundenzeiten, welche ich auch selber mitgestoppt habe, fielen auf die 12 min. Immer bei Start und Ziel den Knopf zudrücken hält den Geist frisch und man verliert nicht den Überblick. Wie Du mich vorm Start Brigitte gefragt hat, ob ich ein Zeitgefühl habe - ich habe auch keines. Danach traten kleinere Probleme auf, die ich bis dato nicht kannte, z. B. ein Krampf in der Spitzkehre bei der Praterbrücke, brennende Fußsohlen, usw.

Danach kar mein Hauptproblem: Ich habe während der Fahrt viel zuwenig gegessen - ein paar Riegel sonst nichts. Und nach 10 Stunden war mir klar, wenn ich so weiterfahre, bringe ich sowieso keine guten Zeiten mehr zusammen oder ich falle vom Rad. Darum ein Stopp bei der Labe, den ich mir eigentlich ersparen wollte, aber danach ging es viel besser, und die 400km waren noch locker drin. Wenn ich im Nachhinein die Rundenzeiten der anderen ansehe und wie mir gesagt wurde, ich schon auf Platz 13 lag, wäre viel mehr möglich gewesen. Kräftemäßig hätte ich vielleicht unter die ersten 10 fahren können. Ich muß das nächste mal während der Fahrt mehr essen, der Speed paßt. Im großen und ganzen bin ich ganz zufrieden, wenn ich bedenke, dass ich 2006 in Theiß bei meinem ersten Langstrecken-Auftritt mehr oder weniger belächelt wurde, so als Radtourist mit Tourenrad - ein ganz steiler Aufstieg."

Tja - Hans - vielen Dank für deine tollen Fotos! Ohne die hätt ich viel weniger Arbeit mit dem Bericht! ;-)

Gratulation auch von meiner Seite an alle für die erbrachten Leistungen! Ich möchte mich natürlich besonders bei Marianne, die als Renn-Rookie super gefahren ist, und Andrea für den schönen Nachmittag und den Sieg bedanken! Die Siegerehrung fand im Anschluss in der Villa Wahnsinn statt - danke euch, dass ihr noch so zahlreich mitgekommen seid!

Vielen Dank an die Veranstalter, die uns so ein tolles Rennen ermöglicht haben!

Offizielle Homepage (Bericht, Zeiten und Fotos)
Fotos von Hans

 
 


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