Fleche Allemange 24 Stunden Sternfahrt auf die Wartbur in Eisenach, Deutschland
01.05.2008 - 02.05.2008

mit Gerold, Christian, Josef, Andreas und Michl

CW hat gerufen und so fanden sich 5 Serenos (einer davon in spe ;-) ) zusammen und machten sich auf den Weg von Strakonice nach Eisenach.

Folgende Zeilen stammen aus der Feder von CW:

Sind in Strakonice gestartet, projektiert waren 394km mit Optionen auf eine 80km Zusatzrunde (oh, du holder Größenwahn!) .

Über Cheb und As zur Deutsch-Tschechischen Grenze, weniger Wind - aber wesentlich mehr Höhenmeter als erwartet. Die erhoffte Rolleretappe entpuppte sich als veritable Hochschaubahn.

Unter Zurücklassung diverser Ausrüstungsgegenstände (Lenkertasche von Michl verabschiedet sich spektakulär auf der letzte tschechischen Ortsdurchfahrt) hinein ins Bayrische - und sofort der erste Begrüßungspatschen.
Wieder Michl, was seine Stimmung dem Siedepunkt annäherte.

In Hof gezählte 5 (in Worten FÜNF) Pizzerien ausgeschlagen! Oh Käpt´n, mein Käpt´n, welch Leichtsinn!
Ergebnis: irgendwo in der Pampa vor verschlossenen Wirtshaustüren stehend sich für die Nacht rüsten und hungrig weiterfahren.

In Gefell ein Lichtblick: Eine Kneipe, bevölkert von Leistungstrinkern, die sozialistisches Liedgut pflegen (Brüder zur Sonne, zur Freiheit,...), der Lärmpegel gleicht dem einer Flughafenlandebahn und wir mittendrin, 5 Jungs vom Mars, oder so ähnlich.

Wurst, das Essen war ok, die Bedienung freundlich und der alkoholisierte Arbeitersängerbund halb so schlimm wie es im ersten Momennt den Anschein erweckte.

Was folgte, waren eine eingehende Erkundung der Nebenstraßen um Bad Lobenstein, ausgedehnte Fahrten über feuchte Paves, kurzfristiger Teilnehmerverlust aufgrund von Lichtausfall, ein kurzer Abstecher über eine Autostraße (wieder Teilnehmerverlust aufgrund ethischer Bedenken, die Benutzung derselben betreffend) - was halt Radfahrer des nächtens auf deutschen Straßen so machen.

Mitternachtssnack an der Tankstelle in Rudolstadt, Heimkehr der verlorenen Söhne, Weiterfahrt nach Gotha. Ausspeisung im McDonald-Gotha und abschließendes Mannschaftszeitfahren auf die Wartburg, Einreichung der Kontrollkarten um 08:59, da sich Michl erst durch gutes Zureden dazu bewegen ließ, das abschließende Kopfsteinpflasterstückauf Socken zu erklimmen (De haum jo an Klescha, do kräul i mit de Bock ned auffe! Übersetzung auf Wunsch.).

Streckenlänge je nach Soloflucht 440-460 km, Höhenmeter je nach Fahrradcomputer 4.500-4.900 (letztere Zahl stammt von einem Hac4, der anscheinend jedes Kanalgitter mitnimmt, ich weiß ja, warum ich ohne Tacho fahre).

Nette Sache,das Ganze!
Drei Unentwegte fahren am nächsten Tag mit dem Rad zurück, Josef und ich (bekennendes Weichei) mit dem Auto.

Was ist eigentlich die Fleche Allemagne? Infos dazu gibts HIER!



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