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1001Miglia – Mailand-Rom-Mailand 1.600 km Brevet vom 17.08 – 23.008.2008 (II)

ein Bericht von Andreas Schröder

Einleitung

Nachdem ich letztes Jahr Paris-Brest-Paris erfolgreich absolvierte, tauchte natürlich bald danach die Frage nach dem „was nun“ auf. Eigentlich hatte ich vor, erst 2009 wieder etwas Längeres zu fahren, nämlich London – Edinburgh – London, allerdings war das doch sehr lange weg und daher blieb noch die Frage für 2008. Die „1001 miglia“ hatte ich zwar auch kurz angeschaut, allerdings erschienen mir die 1.600 km mit den 18.000 Höhenmetern doch etwas übertrieben. Es dauerte aber nicht wirklich lang als Michael, mit dem ich PBP gemeinsam fuhr, mich fragte, ob ich die 1001 Meilen fahren wolle, und ich war bereits dabei.

Das Jahr 2008 – die Vorbereitung

Wie schon das Jahr davor plante ich meine Vorbereitung bereits im Winter, dieses Jahr aber bereits mit den Erfahrungen von 2007, meinem ersten Jahr auf der Langstrecke. Mit der Fleche Allemagne Anfang Mai, 420 km in 24 Stunden als Mannschaftsbewerb gefahren, sowie der Superranndoneur Serie konnte ich eine gute Basis legen und meine Vorjahreszeit über 400 km um  fast eine Stunde unterbieten bzw. die 600 km in knapp 26 Stunden durchfahren. Nach einer planmäßigen Pause mit Urlaub sollte Ende Juni bis Anfang August der Feinschliff für die 1001 Meile erfolgen. Allerdings war dann krankheitsbedingt und wetterbedingt alles anders, daher hieß es am Schluss doch wieder schwitzen, ob die Form paßt.

Ein paar Zahlen

Geplant war die Strecke in 4 Abschnitten wie folgt zu absolvieren:
Etappe 1: 591 km, So 22:00 – Mo 23:30
Etappe 2: 400 km, Di 5:00 – Mi 2:00
Etappe 3: 265 km, Mi 8:00 – Mi 21:00
Etappe 4: 345 km, Do 5:00 – Fr 2:00
Bei Ende der Etappen 1 und 2 war jeweils die Möglichkeit gegeben, Gepäck hinzuschicken.
Tatsächlich absolvierte ich die Strecke wie folgt:
Etappe 1: 591 km, 25h 08min, 2580 Hm, 13050 kcal, Start: 21:00, Ankunft: 22:08, 5 Berge
Etappe 2: 400 km, 23h 17min, 5450 Hm, 10627 kcal, Start: 4:10 , Ankunft: 3:28, 7 Berge
Etappe 3: 295 km, 16h 24min, 2970 Hm, 5829 kcal, Start: 7:42 , Ankunft: 0:05, 3 Berge
Etappe 4: 355 km, 19h 08min 3855 Hm, 7988 kcal, Start: 4:55 , Ankunft: 22:30, 5 Berge

Der Prolog

Michael, zwei gut verpackte Räder (danke an Andrew für den Radkoffer!) und ich flogen am 15. August nach Mailand. Dort wurden wir von Lino, einen Freund, seinerseits auch Radfahrer (und zukünftiger PBP Starter), der in Novara lebt, abgeholt. Auf dem Weg zum Hotel hielten wir noch bei einem Ristorante, in dem wir unser Abendessen einnahmen. Nebst Transport offerierte uns Lino auch dieses und fuhr uns danach zum Hotel, wo unsere Sachen schnell verstaut waren (Gutes 4 Stern Hotel zu – dank Organisation – gutem Preis). Danach ging es ins Nachtleben von Legnano (Namensgeber und ehem. Produktionsstätte der legendären Fahrradmarke, mit der Gino Bartali seine größten Siege feierte).
Der nächste Tag startet erstmal mit den Resten des Frühstücksbüffets, leider waren wir etwas später auf den Beinen als die restlichen hier angesiedelten Randonneure, daher blieb uns nicht wirklich viel Auswahl. Nachdem die Räder zusammengebaut waren, entschlossen wir uns erst mal zum Startgelände zu schauen, um eventuell bereits die Startunterlagen abzuholen und danach nach Mailand zu fahren. Beim Startgelände war niemand anzutreffen, uns wurde mitgeteilt „vielleicht am Nachmittag“ aber solange wollten wir nicht warten.

Zurück im Hotel wurde erst das Lenkerkopflager neu eingestellt, dann fuhren wir nach Milano Centro, wenngleich auch mit für Italien typischen Hindernissen (Der Bus fuhr am Samstag zwischen zwei Feiertagen natürlich nach Feiertagsfahrplan = 1 Stunde Wartezeit). Mailand Zentrum ist nett, wenngleich eher nicht spektakulär, aber für ein paar Stunden Zeitvertreib reichte es allemal (und ewig lange Fußmärsche wollten wir so und so nicht zurücklegen). Zurück im Hotel gingen wir erst mal ausgiebig, in Form einer Familienpizza, essen und dann bereiteten wir unsere Sachen für die 1001 Meile vor.

Am nächsten Tag (am Abend ist Start) hatten wir erst mal mehr Glück beim Frühstück. Danach fuhren wir mit Gepäck für zwei Zwischenstationen (km 591 und 991) zum Startgelände. Dort wurden wir zum Zentrum von Nerviano weitergeleitet, wo die Startunterlagen ausgegeben wurden. Da das Problem mit dem Steuerkopflager wieder auftauchte, fragte ich nach einem Mechaniker. Fermo, der Organisator der 1001 Meilen und Pio, ein Mitarbeiter, bemühten sich sehr und versprachen mir Hilfe für den Nachmittag. Soweit also so gut.
Nachdem alles Gepäck erfolgreich abgegeben wurde, wir eine Portion Pasta verdrückt hatten, ging es wieder zurück ins Hotel, wir wollten uns noch ausruhen für die bevorstehende Tour. Nachdem mir das Problem mit dem Steuerkopflager keine Ruhe ließ, schraubte ich noch ein wenig an meinem Fahrrad. Schließlich entdeckte ich die Ursache des Problems: die Klebestelle, die den Gabelschaft und die Gabelkrone verbindet, war aufgegangen. Nach einem kurzen Telefonat mit Fermo wurde ich samt Rad vom Hotel abgeholt und zu einem Mechaniker (Giuseppe Pecchenini) gebracht, den die Organisatoren noch aufgetrieben haben (Sonntag, Wochenende um den 15. August in Italien!). Mit dabei war auch der Organisator des 1200 km Brevets in Russland. Er hatte ein Problem mit seiner Schaltung, diese wurde gewechselt, und damit war das Problem behoben. Ich brauchte eine neue Gabel und mit einem Gabelschaftdurchmesser von 1 Zoll war das leider ein unlösbares Problem, da solch eine Gabel praktisch nicht mehr verwendet wird. Nach längerem hin und herüberlegen bot Pio mir an, eines seiner Fahrräder zu verwenden. Da er ungefähr meine Größe hatte war ich halbwegs guter Dinge, ein brauchbares Gefährt zu finden. Von den zwei Rädern, das eine eher ein MTB, dafür recht leicht, das andere ein besseres Trekkingbike (ein Hybridbike, das Pio sich für Testzwecke von Giuseppe aufbauen hat lassen) mit Rennlenker. Das zweite passte ganz gut von der Geometrie – daher entschloss ich mich, das Abenteuer zu wagen. Wieder im Radgeschäft zurück wurde Gepäckträger, Licht, Seitenständer, Dynamo und Laufräder entfernt und dafür meine Lichtanlage, Sattel und Laufräder als auch ein zweiter Flaschenhalter montiert. Schaltung und Bremsen noch eingestellt und fertig war das „Giupek“ in der Version 1001 miglia. Im Detail, Alurahmen mit Federgabel, verstellbaren Vorbau und Carbonrennlenker (leider zu schmal, daher ein paar blaue Flecken bis zur Eingewöhnung), Campagnolo mirage 3 x 9 mit V-Brakes und gegen Regen gut, Kotflügel. Leider bin ich vorher noch nie mit  Campagnolo gefahren, daher wurde jedes Schaltmanöver zu einem Abenteuer, und wenn ich mich gerade nicht verschaltete, so dauerte es doch jedes mal gut 10 Sekunden um nachzudenken, in welche Richtung ich jetzt welchen Hebel drücken muss. Dazu kamen dann noch meine Laufräder, Shimano 10-fach, allerdings muss man sagen es funktionierte erstaunlich gut in Kombination mit Campagnolo (wenngleich auch oft sehr geräuschvoll).

Mit „neuem“ Fahrrad und zumindest beruhigt, hier überhaupt teilnehmen zu können, fuhr ich dann ins Hotel. Nachdem unser Gepäck im Hotel verstaut war, fuhren wir Richtung Start, auf dem Weg dorthin konnte ich noch einige Feinabstimmungen am Rad vornehmen. Vor Ort gab es noch eine Fahrerbesprechung, Pasta essen, Kaffee trinken und endlich etwas Entspannung für mich. Kurz diskutierten wir auch noch, in welche Startgruppe wir hinein sollen, es wurde, anders als im Vorfeld kommuniziert, in Blöcken zu 35 Fahrern gestartet. Da mein Plan darauf ausgelegt war, die ersten 430 flachen Kilometer eher flotter zu fahren und es einfacher ist, sich aus einer vorderen Gruppe zurückfallen zu lassen als von hinten kommend 10 Minuten aufzuholen, stellten wir uns relativ früh zum Start, um in die erste Gruppe zu kommen. Vor dem endgültigen Start wurde noch eine Gedenkminute für Giorgio Pozetti, der letztes Jahr bei Paris Brest Paris verunglückte, abgehalten und pünktlich um 21:00 wurden wir in die Nacht entlassen.

Die erste Etappe

Die Fahrt Richtung Adriaküste war – wie vermutet – sehr eintönig, wir fuhren in geschlossener Gruppe dahin, wobei das Tempo mal hoch war, dann aber wieder gebummelt wurde um plötzlich wieder das Tempo zu steigern. Ein paar mal gab es kollektive Verwirrung, hervorgerufen durch fehlende Richtungsmarkierung bei Abzweigungen, das führte zu willkommenen Pausen für mich. Etwas verwundert war ich von unseren italienischen Mitstreitern, die zwar optisch (und anscheinend auch tatsächlich) alle tolle Radfahrer waren, allerdings keine Anstalten machten, in irgendeiner Weise gruppendienlich (und damit den Gedanken des Randonneursports entsprechend) zu fahren. Im Gegenteil: Sie ließen oft unwillkürlich Löcher aufgehen, die dann erst wieder mühsam zugefahren werden mussten. Im Zuge einer solchen Aktion hatte ich dann auch eine kleine Diskussion mit einem besonders „aktiven“ Mitfahrer. Es änderte aber wenig an der Tatsache, dass immer dieselben 8 Leute an der Spitze fuhren. Mit dem Rad kam ich ganz gut zurecht, ein paar kleine Korrekturen noch, aber der Rest passte soweit.
Die erste längere Pause machten wir dann planmäßig bei Kilometer 430 in Verruchio. Michael machte seine ersten Erfahrungen bezüglich „Anstellen in Italien“. Wir nahmen uns aber die Zeit, um gemütlich zu essen und auch entsprechend Flüssigkeit nachzutanken. Als letzte unserer Gruppe fuhren wir dann weiter, von nun an sollte es bergauf gehen (zumindest mal die nächsten 20 – 25 Kilometer). Bereits nach ein paar Kilometern verabschiedete sich auch Michael, und ich fuhr wie geplant alleine weiter. In der Ferne konnte man San Marino sehen, wir fuhren aber rechts daran vorbei Richtung San Leo. Der leichte Anstieg entwickelte sich langsam zum richtigen Berg und es wurde zunehmend steiler. Veritable Rampen stellten sich mir entgegen, geschätzt 15 %, stückweise könnten es aber auch noch mehr gewesen sein. Das alles bei nun fortgeschrittener Mittagsstunde und entsprechenden Temperaturen.
Einmal legte ich nach einer steilen Rampe, die sich gerade noch so bewältigen ließ, eine kurze Pause ein, um im Schatten eines Baumes etwas abzukühlen und gleichzeitig auch die Aussicht zu genießen. Fermo und Pio von der Organisation, die gerade im Auto vorbeirauschten, blieben kurz stehen, als „gesponserter Fahrer“ bekam ich Wasser und Banane von ihnen. Laut Fermo waren es noch 2 km bis hinauf, allerdings stellte sich das als nicht ganz korrekt heraus, oder ich war wirklich so langsam. Am Gipfel angelangt, fand sich ein Grüppchen von Leuten, die sich als Mitglieder des örtlich ansässigen Radvereins in Villagrande herausstellten. Sie hatten dort eine Verpflegungsstelle eingerichtet, als Bezahlung wollten sie nur eine Ansichtskarte vom jeweiligen Heimatort.
Über eine ziemlich schlechte Straße, bei der ich die Stärke meiner Federgabel voll ausspielen konnte, gings bergab in das Tal, weiter über ein paar Hügel, unterbrochen durch einen 10 minütigen Power nap bis nach Piobbico. Von dort fuhr ich erst alleine weiter über den ersten Hügel (Bocca Serraiola), dann mit mehr oder weniger Unterstützung zweier Italiener durch die landschaftlich sehr reizvolle Gegend Richtung Trasimenosee. Wir schafften es fast noch bei Tageslicht dort anzukommen, nur den letzten Berg mussten wir in der Dunkelheit hinauffahren. In Passignano angekommen, gab es erst mal Pasta, Melone mit Schinken und ein großes Bier (mit zwei Engländern). 200 m vom Verpflegungszelt war die Schlafhalle mit Dusche und erstem Gepäckwechsel. Michael schlief bereits, nach der Dusche und der Vorbereitung für die nächste Etappe (Getränkepulver herrichten etc.) legte auch ich mich gegen Mitternacht hin.

Die zweite Etappe

Zeitig in der Früh, noch bei Dunkelheit, ging es weiter. Nach der kurzen Vorbereitungsphase und kurzem Plausch mit Karl Meixenberger, der gerade ankam, fuhr ich los. Es ging den Trasimenosee entlang Richtung Todi. Unterwegs legte ich einen kurzen Orientierungs- und Batteriewechselstopp ein und wurde dabei von vier Italienern eingeholt, das nützte ich natürlich und war gleich mit von der Partie. Durch eine falsche Bodenmarkierung (vielleicht noch von der ersten Edition der 1001 Miglia) legten wir einen kleinen Umweg ein, der uns ca. eine halbe Stunde und einige Höhenmeter kostete.

Wieder auf der Originalstrecke zurück verabschiedete sich meine Gruppe mit den ersten Sonnenstrahlen und der ersten offenen Bar, die sie fanden. Weiter ging es also wieder alleine. Vor Todi gab es noch kleine Schwierigkeiten mit der Strecke, die mich fast auf die Autobahn führte, das war aber schnell geklärt und ich nahm die Schlusssteigung hinauf Richtung Altstadt (die sich bei einem Besuch danach als absolut sehenswert herausstellte).
Bei der Kontrolle – sie war bei einer Bar – frühstückte ich und bekam die neuesten Meldungen (100m Weltrekord bei den olympischen Spielen) mitgeteilt. Da mich die vier Italiener wieder einholten, beschloss ich, auf sie zu warten, da es doch angenehmer ist, in der Gruppe zu fahren und sie trotz Pausen nicht allzu langsam schienen. Das Tempo und das Terrain war dann in der Tat recht angenehm, und es gab keine gröberen Schwierigkeiten außer ein paar überraschende kurze Anstiege, die meine Shimano gewöhnten Schaltreflexe, in Form einer Campagnolo Schaltung, auf eine harte Probe stellten.
Dazwischen wurden natürlich auch die obligatorischen Kurzstopps in diversen Bars eingelegt, einerseits um den Spiegel an doppelten Espressos zu halten, andererseits um interessierten Personen Auskunft über unser Unternehmen zu geben. Schlussendlich kamen wir dann gegen 13 Uhr in Corchiano, der nächsten Kontrolle, an. Ich legte nur eine kurze Pause ein, da mit Caterina in 20 km ein Treffpunkt mit Essen vereinbart wurde. Die Italiener legten alle geschlossen eine Essenspause ein, daher fuhr ich nach kurzer Info über Michaels Durchgangszeit wieder alleine weiter. Etwas überrascht war ich dann von dem kleinen Berg mit 700 Hm bei Vallerano, den ich trotz meiner Ortskenntnisse vorher noch nie so realisiert hatte. Aber wo es hinauf geht, geht’s natürlich auch wieder hinunter, und daher erreichte ich Bagnaia, wo mich hausgemachte Ravioli und gefüllte Calamari erwarteten. Nach diesem opulenten Mahl, einem Powernap, den mittlerweile obligatorischen doppelten Espresso und der Verabschiedung von Caterina setzte ich die Fahrt fort und näherte mich Montefiascone, Heimat von EstEstEst! (den ich allerdings nicht verkostete). Dort kaufte ich mir noch einen Satz Ersatzbatterien für mein GPS, um für die Nacht gerüstet zu sein, und fuhr weiter, wieder bergab, Richtung Bolsenasee.
Die katastrophalen Straßen und der starke Verkehr besserten sich, als wieder auf verkehrärmere Straßen gewechselt wurde. Um 19:00 erreichte ich dann das pitoreske Städtchen Pittigliano. Eine Besichtigung (sehr lohnend) verschob ich auf den Urlaub danach, ich wollte mich nur kurz dort aufhalten, da ich unbedingt noch so weit wie möglich bei Tageslicht fahren wollte. Aus diesem Grund blieb mir daher auch nicht viel Zeit, das ebenfalls sehr schöne, Sovana anzuschauen (wurde aber auch nachher erledigt).
Landschaftlich kamen wir in die hügelige Landschaft, wie sie typisch für die Gegend um Siena ist, dh. weniger Wald und kahle karge Hügellandschaft mit viel Bergauf- und Bergabpassagen. Gegen 22 Uhr erreichte ich die nächste Kontrollstelle in San Quirico d’Orcia, wo ich allerdings nur eine geschlossene Tankstelle statt einer Kontrolle mit Verpflegung vorfand. Allerdings waren die Begleiter von Giorgio in ihrem Wohnmobil, sie waren mir auf der Strecke schon öfter begegnet, bereits da (Giorgio selbst lernte ich erst später kennen). Sie informierten mich, dass die Kontrolle nach San Giovanni d’Asso verlegt wurde und versorgten mich netterweise mit Wasser. Nach einem kurzen Berg ging es bergab und ich näherte mich der „weißen Straße“. Dieser unbefestigte Straßenabschnitt ist Teil eines geschützten Gebiets, wo alljährlich die „Eroica“ stattfindet, die mit historischen Rennrädern bestritten wird.
Uns war bei der Präsentation der Strecke mitgeteilt worden, dass die Benutzung der unbefestigten Straße nicht verpflichtend sei, aber bei Befahrung einen Bonus von 3 Stunden vergeben werde, zudem wurde die Befahrung bei Nacht abgeraten. Ich konnte mir allerdings den Spaß und die 3 Stunden Zeitgutschrift trotz fortgeschrittener Stunde natürlich nicht entgehen lassen. Die Straße erforderte dann doch einiges an Konzentration, da nur ein schmaler Bereich gut zu befahren war und die Wahl der optimalen Spur nicht immer einfach auszumachen war. Fast am Schluss kam dann noch als Gustostückerl eine 15 % Abfahrt ins Ungewisse. Schwierig deshalb, da meine Bremsen, bedingt durch den Laufradsatz, schon von Anfang an nicht die besten waren und die Hebel schon bis zum Anschlag durchgezogen werden mussten, um eine nennenswerte Bremsleistung zusammenzubringen.
Schlussendlich erreichte ich aber ohne Probleme wieder die Asphaltstraße und nach ein paar Metern auch San Giovanni d’Asso, wo nun wirklich die Kontrolle war. Meine italienischen Vormittagsbegleiter waren auch schon da, sie hatten die Asphaltstraße gewählt. Allerdings verabschiedeten sie sich, um sich im Wohnmobil, dass einer von ihnen zur Begleitung mithatte, niederzulegen. Es wurde also wieder nichts mit Begleitung, und ich machte mich daher alleine Richtung Gaiole auf, das laut der anwesenden Kontrolleure nur 70 km, bei leichtem Gelände, entfernt war.
Das traf dann auch für den ersten Abschnitt zu, es ging bei Siena vorbei in das Chiantigebiet. Nach Gaiole – es war nun so gegen 2 Uhr – stellte sich aber dann doch ein kleiner Berg in den Weg, der sich vor allem ob der fortgeschrittenen Stunde und daher auch ob der (relativ) tiefen Temperaturen als ganz schön schwierig herausstellte (Castello di Brolio, auch bekannt für den gleichnamigen Wein). Angemerkt muss auch noch werden, dass der Vollmond, den wir während all der Nächte hatten, durchaus angenehm war, die Landschaft war wunderbar ausgeleuchtet und es entstand daher nie der unangenehme Eindruck von vollkommener Dunkelheit.
Gegen 3 Uhr erreichte ich dann Gaiole in Chianti und damit den zweiten vorgesehenen Schlafstopp und auch Package drop. Das Sportgelände war etwas einsam als ich ankam und ich brauchte ein paar Minuten, bis mich jemand von der Organisation in die Halle neben der Schlafhalle lotste, wo die Zeiterfassung und das Restaurant waren. Ich setzte mich gleich zum Essen und bekam das übliche Mahl, Schinken mit Melone und Pasta sowie Salami und Brot. Dazu stellte man mir ein volle Flasche Chianti auf den Tisch. Ganz schaffte ich diese nicht, aber das ein oder andere Glas davon genehmigte ich mir, leider war die Temperatur des Weins nicht so optimal, aber um die Zeit konnte ich darüber hinwegsehen. Nach Beendigung der Nahrungsaufnahme fuhr ich die paar Meter in die Schlaf/Dusch- und Gepäckhalle, ich parkte mein Rad neben Michaels Rad, holte meine Sachen und ging erst mal duschen. Danach begann ich die Sachen umzupacken, frisches Gewand gegen gebrauchtes, Getränkepulver, Riegel und Gels herrichten, noch einen Eiweißriegel essen, Cremen austauschen usw. Nachdem ich das alles halbwegs erledigt hatte, legte ich mich schlafen. Die Schlafstätte selbst war warm, aber recht simpel ausgestattet.

Die dritte Etappe

Der nächste Tag begann eigentlich schon ein paar Stunden, nachdem der alte aufgehört hatte, und auch mit denselben Tätigkeiten. Es war noch dunkel als ich aufstand, meine Trinkflaschen und den Trinkrucksack herrichtete, Müsliriegel verstaute und mein Gepäck, das ich nicht mehr benötigte, wieder einpackte. Geplant war ein recht gemütlicher Tag, etwas weniger als 300 km bis zur nächsten geplanten Schlafstelle waren zu absolvieren.
Als ich losfuhr war es noch recht kühl und ich war froh. endlich meine Knielinge zu haben, die ich hierher geschickt hatte, da nun (also in 200 km) die etwas höheren Berge anfingen (so meine Überlegung vor dem Start, gebraucht hätte ich sie aber schon früher). Gemütlich und ohne viel Verkehr ging es erst ein Stück der Straße zurück und dann bergauf Richtung Radda in Chianti, von dort mehr oder weniger immer oben den Kamm entlang mit bester Aussicht links und rechts über das Chiantigebiet, Richtung Castellina in Chianti, wo ich meine Frühstückspause eingeplant hatte.
In Castellina fuhr ich ein Stück ins Ortszentrum hinein und fand auch gleich eine nette Bar mit Terrasse. Dort breitete ich mich aus und verspeiste mein Sandwich mit Prosciutto, dazu Cola und als Abschluss der notwendige Capuccino (es war ja Frühstückszeit), Nachtkleidung wurde gegen Tageskleidung getauscht. Nach Castellina folgte dann eine sehr lange Abfahrt nach Colle di Val d’Elsa und von dort begann die Auffahrt nach San Gimignano. Es war nun bereits Vormittag und der Tourismusverkehr setzte voll ein.
Kurz nach Colle di Val d’Elsa bemerkte ich, dass mein Vorderrad etwas an Luft verlor, ich nützte daher gleich die Anwesenheit einer Art Parkanlage mit Jausenbank neben der Straße, um das Problem zu beheben. Es stellte sich heraus, dass es kein Stein war, sondern das Felgenband nur etwas verrutscht war. Ein kleiner Kleber auf die betroffenen Stelle und ein neuer Schlauch lösten das Problem, bei der 200 m entfernten Tankstelle konnte ich den Reifen zudem gleich auf Nenndruck aufpumpen. Außer einen ungewollten Zeitverlust von etwas mehr als einer halben Stunde also kein Problem (bei wenig Schlaf dauert jede Tätigkeit etwas länger). Weiter ging es also nach San Gimignano, die Steigung bis dorthin hatte ich etwas schwieriger in Erinnerung, daher freute ich mich, als ich doch recht flott oben ankam.
Das Eis (Schokoladeeisweltmeister) gönnte ich mir aber auch nicht (siehe Bericht Michael) da der Verkehr furchtbar war und ich nur schnell wieder weiter wollte. Nun begann der eigentlich Berg (den ich viel leichter in Erinnerung hatte), der sich sachte dahinzog. Einmal überholten mich ein paar Offizielle von der Organisation, das bedeutete wieder eine kleine Pause mit Wasser und Banane und irgendwann war ich doch am höchsten Punkt angekommen. Nun folgte wieder ein lange Abfahrt Richtung Pisa hinunter.
Insgesamt war dieser Abschnitt durch den wenigen Verkehr und die schöne Landschaft sehr angenehm zu fahren. Die lange Abfahrt führte schlussendlich durch ein Tal Richtung Péccioli hinaus und wurde abrupt unterbrochen durch einen Rechtsschwenk, der direkt durch eine Art Kellergasse (15%) nach Montefòscoli hinauf führte. Zum Glück aber war die Steigung nicht sehr lang und es ging wieder bergab und danach flach zur nächsten Kontrollstelle nach Forcoli, wo ich gegen ein Uhr Nachmittags ankam. In der Bar, wo die Kontrolle war, kaufte ich mir auch gleich die notwendige Verpflegung in Form eines Prosciuttosandwiches, 3 Liter Wasser, Zwetschken – und Marillenkuchen sowie, wie könnte es anders sein, einen doppelten Espresso. In der Zeit in der ich dort war, kamen dann noch ein Bulgare, sowie Sandro und Enzo, zwei der vier Italiener vom Vortag, bei der Kontrolle an. Ich beschloss daher auf sie zu warten, da nun ein sehr langes Flachstück folgen sollte.
Die Hitze war nun schon sehr groß, sogar für die Italiener, trotzdem waren sie nur mit zwei kleinen Trinkflaschen unterwegs, wovon, zumindest bei Sandro, eine nur Wasser enthielt, das er sich permanent über den Kopf schüttete. Wie die Jungs auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kommen ist ein Rätsel. Der erste Teil der nun folgenden Etappe ging hinter einem meiner Lieblingsberge (als ich dort noch wohnhaft war), dem Monte Pisano, vorbei Richtung Lucca. Wir hatten anfangs etwas Schwierigkeiten, den richtigen Weg zu finden, da es viele Baustellen und Umleitungen gab. Dank GPS war der Zeitverlust aber minimal. Um Lucca wurde der Verkehr wieder sehr intensiv und stressig, auch bedingt durch die teilweise sehr engen Straßen, die vor allem für den LKW Verkehr nicht genügend Platz hatten.
Unterbrochen durch kurze Trinkstopps setzten wir unseren Weg in Richtung Garfagnana fort, von nun an führte die Straße stetig, wenn auch nur sehr wenig, bergan. Wieder hatten wir ein wenig Schwierigkeiten mit der Strecke, diesmal konnte aber das GPS nicht helfen, und daher mussten wir erst wieder ein Stück zurückfahren, um jemanden zu fragen. Landschaftlich ist die Garfagnana wunderbar, Wermutstropfen war nur der einsetzende Nachmittagsverkehr, der sehr mühsam war. Mit zunehmender Steigung verlangsamte sich auch unser Tempo, da Enzo teilweise Schwierigkeiten hatte, in der Gruppe zu bleiben und wir auf ihn warteten.
10 km vor Castelnuovo di Garfagnana – der nächsten Kontrolle – fuhr ich mit Sandro dann alleine weiter, Enzo sollte uns wieder bei der Kontrolle treffen. Die Kontrollstelle war diesmal ein sehr uriges Lokal, die Wein und Schinkenauswahl war mehr als nur faszinierend und einladend, und der Wirt war umfangmäßig Ausdruck dieser Qualität. Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit, um uns da durchzukosten, ich begnügte mich mit Wasser und einen Schinkenbrot, Sandro verkostete auch den Wein. Nach einiger Zeit kam Enzo und auch das Wohnmobil von Giorgio und Giorgio selbst tauchten auf. In dieser Gruppe fuhren wir weiter von dieser Kontrollstelle, jetzt sollte es wirklich bergauf gehen, der erste wirkliche Berg (von den 4 oder 5 Schlussanstiegen) stand auf dem Programm.
Der Verkehr flaute ab und wir konnten den hereinbrechenden Abend und die Berge genießen. Oben angekommen, war es dunkel und wir wechselten auf Nachtbekleidung und Beleuchtung. Nach Abfahrt Richtung Aulla und ewig scheinenden Tälern erreichten wir dann gegen Mitternacht die nächste Kontrolle in Borghetto di Vara (etwas nördlich der Cinque Terre). Statt der versprochenen Verpflegung gab es nur ein paar Keks (Grappa wurde uns auch angeboten, den lehnte ich aber ab), die Schlafstelle befand sich dann etwas abseits der Stecke, was wieder Zusatzkilometer bedeutete (zumindest für die ohne Wohnmobil). Geplanter Treffpunkt für den nächsten Tag war dann wieder um 5 Uhr früh.

Die vierte Etappe

Nach einer kühlen Nacht war 4 Uhr unsere Aufstehzeit, Sandro weckte mich, wir richteten unsere Sachen her und mussten noch Giorgio aus seinem Wohnmobil rausklopfen. Wir blieben nur zu dritt, sonst wollte keiner mit uns fahren. Der heutige Tag, mit etwas mehr als 350km, sollte die Königsetappe sein, einerseits wegen den bevorstehenden Bergen, vier an der Zahl (Passo Cento Croci, Passo Monte Vacca, Passo Pianazze und Passo Penice), andererseits weil wir in das Fausto Coppi Dorf Castellania fuhren, und natürlich, weil wir ins Ziel kommen sollten.
Nach einem ersten leicht welligen Teil kamen wir bei Morgengrauen in ein Dorf mit geöffneter Bar, damit war das Frühstück in Form von frischem Gebäck mit Cremefüllung und Capuccino gesichert, auch die leeren Flaschen und der Trinkrucksack konnten aufgefüllt werden. Von der Bar weg ging es direkt in den ersten Berg hinein, wie zu erwarten fuhr Sandro am schnellsten, Giorgio sah ich noch eine Weile vor mir, bevor auch er verschwand. Auf der Passhöhe wartete Giorgio, der sich einstweilen schon für die Abfahrt vorbereite hatte, mit seinem Betreuerteam auf mich, Sandro hatte beschlossen, alleine weiterzufahren.
Es folgte eine lange, schöne Abfahrt, die uns direkt in den nächsten Berg führte und im weiteren Verlauf zum Passo Pianazze. Dieser war nicht ganz so lang und recht angenehm zu fahren, oben war die nächste Kontrolle in Form eines Restaurants. Der Wirt fragte mich, ob er etwas Pasta für mich machen solle, da er mich davon überzeugte, dass es wirklich schnell gehen werde, stimmte ich zu und zwei Minuten später hatte ich bereits die perfekt al dente gekochte Pasta auf dem Tisch. Giorgio, der wieder auf mich wartete, war schon fertig und wir fuhren gemeinsam weiter. Es ging nun lange ein Tal hinaus Richtung Piacenza.
Der Weg, der uns vom Wirt bereits bestens beschrieben wurde, stimmte genau, und wie auch vorhergesagt, bogen wir nach ca. 30 km scharf links ab gerade in eine „Mauer“ hinein. Diese war nicht gerade kurz, so ca. 2 km. Giorgio war auch hier schneller und verabschiedete sich von mir, da er sich auch noch etwas ausruhen wollte. Damit war ich wieder alleine. Diesen Umstand nützte ich gleich für einen kleinen Zwischenhalt mit Kleidungswechsel, es war mittlerweile schon wieder recht warm geworden, und etwas Nahrungsaufnahme in Form von Gel.
Wieder ging es recht lang bergab, die Fahrt ging in das Paralleltal und wieder ein Stück retour der Richtung die wir davor gefahren waren. Auf mich wartete nun „Cima Coppi“, der Passo Penice. Rechtzeitig zur Mittagsstunde kam ich unten an und setzte mich noch auf eine Erfrischung in die Bar an der Abzweigung. Mental eingestellt auf eine Hitzeschlacht fuhr ich los, weit und breit kein Schatten und es war trotz anfänglich moderater Steigung ziemlich heiß. Ich versuchte jeden Baum, der Schatten versprach, zu nutzen und kam ganz gut voran, als ich auf einen Bautrupp traf, der gerade dran war, die Straße neu zu asphaltieren. Leider wird dazu nicht erst eine Straßenhälfte gesperrt, um diese dann zu asphaltieren und evtl. am nächsten Tag die zweite Hälfte, sondern – wenn dann gleich – die ganze Straße auf einmal. Das bedeutete nun eine Mehrfachbelastung mit Hitze von oben, Hitze von unten, unendlich viel Ärger über die verdreckten Reifen, und noch mehr Ärger beim anschließenden Reinigen der Reifen.
Aber auch das war irgendwann überstanden und so ging es weiter den Berg hinauf. Oben, die letzten 5 km wurde es dann doch etwas steiler, dafür waren dort mehr Bäume und damit mehr Schatten. Wie immer, wenn ich auf einem Berg ankam, Giorgio wartete bereits auf mich, und so war er auch dieses mal wieder da. Er war gerade am Schluss eines gemütlichen Essens, und richtete seine Sachen her (eigentlich wurden sie hergerichtet). Nachdem wir uns einigten, gemeinsam weiterzufahren, hatte ich noch etwas Zeit und kaufte Wasser und einen doppelten Espresso. Die Abfahrt war sehr angenehm, eine gute Straße (bis auf ein paar Ausnahmen) und ein lang gezogenes Tal.
Nach ein paar Kilometer meldete sich Giorgio, er sei müde und werde daher eine kleine Pause machen. Ich fuhr also alleine weiter. Geplant war (zumindest mental) eigentlich nur mehr eine flache Fahrt nach Mailand, allerdings mit einem kleinen Abstecher nach Castellania, der Geburtsort von Fausto Coppi. Dabei war ein gutes Stück der Strecke hin und zurück zu fahren. Etwa 20 km – nachdem ich mich von Giorgio getrennt hatte – holten mich seine Begleiter ein und teilten mir mit, dass er nur wenig hinter mir sei. Da gemeinsam fahren allemal besser ist, wartete ich auf ihn. Nach Castellania ging es recht lang flach bergauf, um dann in die Hügel dieser Gegend abzubiegen. Allerdings wurden die Hügel ziemlich lang und flach waren sie auch nicht. Unterwegs trafen wir immer wieder ein paar Mitstreiter, die uns entgegen kamen. 10 km vor dem Etappenziel trafen wir auch noch Sandro und einen Begleiter. Die letzten Hügel nahmen wir auch noch und befanden uns im Geburtsort von Fausto Coppi, sein Cousin war auch zugegen, was mir die Gelegenheit zu einem Foto und einem kurzen Plausch mit einem echten Coppi gab.

Nachdem die Flaschen wieder aufgefüllt waren, Pio, der die Zeitkontrolle inne hatte, mir dankenswerter Weise ein Mortadella Sandwich überlassen hatte (Riegel und Gel waren nicht mehr zu essen), fuhren wir nun mit der Gewissheit, dass es nur noch 115 flache Kilometer nach Mailand sind, weiter. Anfangs, solange noch Tageslicht herrschte, war die Fahrt noch entspannend, wir plauderten und tauschten uns über Fahrradtechnik aus (Giorgio wohnt ums Eck bei Somec), nach Einbruch der Dunkelheit wurde es allerdings mühsam, bis auf ein paar Highlights, wie ein netter Dorfplatz mit vielen und vollen Lokalen der, wäre ich alleine gewesen, zum verweilen einlud, eine überraschende Holzbrücke, war in der Mailänder Ebene nicht viel zu sehen. Dank GPS hatten wir fast keine Schwierigkeiten den Weg zu finden und so kamen wir gegen 23:45 Uhr in Nerviano an. Sandro wartete netterweise auf uns, und gemeinsam legten wir noch ein ausgiebiges Abendmahl ein (wie immer beste Pasta, Schinken, Melone und diesmal auch Rotwein). Nachdem ich mich von Giorgio verabschiedete, er musste am nächsten Tag arbeiten, war ich gegen 2 Uhr in der Früh im Hotel und traf Michael, wie so oft (allerdings diesmal ausgemacht), schlafend an.

Die letzten Meter

Am nächsten Tag hatten wir dann ein ausgiebiges Frühstück lang Zeit, unsere Erlebnisse auszutauschen. Danach fuhren wir in das Zielgelände, ich musste mein Rad wieder zurückholen bzw. mein Leihrad wieder abgeben. Zudem hatte Sandro mir eine Mitfahrgelegenheit nach Rom angeboten, die ich gerne annehmen wollte. Die Zeit im Zielgelände verbrachten wir dann mit Essen/Bier und Kaffee trinken. Nachdem dann alles erledigt war, konnte ich gegen 17 Uhr nach Rom aufbrechen.

Nachsatz

1001 Miglia durch Italien war sicher eine Reise wert, weniger Starter und nicht so perfekt organisiert wie in Frankreich, aber eine fantastische Strecke, die es in sich hat, sehr freundliche Leute – und die vielen Erlebnisse in dieser kurzen Zeit werden sicher unvergesslich bleiben.

Links (Hier werden nur noch jene Links angeführt, die zum zeitpunt der Übernahme des berichts in den gegenständlichen Artikel noch funktioniert haben)

Der offizielle Link:
http://www.audaxitalia.com/1001/classifica.php?lang=en
LEL:
http://www.londonedinburghlondon.co.uk

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