office@rc-sereno.at

Andalusien 10. -19. März 2010

 

ein Berich von: Michael Schenk mit Fotos von Brigitte, Josef, Kurt, Martin, Michi und Peter

 

Am Mittwoch, den 10. März war es endlich so weit und wir konnten den – gefühlt – viel zu langen Winter gen Süden entfliehen. „flyniki“ brachte uns wohlbehalten nach Malaga, wo uns wohlig warme Temperaturen erwarteten. Ein ganzer Reisebus war nur für uns bereit gestellt, man fühlte sich wie die Fußballstars von Real Madrid, na ja, der Unternehmer ließ sich den Transport auch wahrlich königlich bezahlen … .  Einige, wie unser Herr Vizepräsident Kurt (mit schicker Specialized-Sonnenbrille) genossen die Sonne und waren nur schwer zum Einsteigen zu bewegen.

Während des 2 ½  Stunden-Transfers zum Hotel in Novo Sancti Petri bei Chiclana de la Frontera fielen uns neben unzähligen Golfplätzen einige überschwemmte Gebiete und über die Ufer getretene Seen auf. Wir atmeten auf, dass die zu Hause via Internet bange verfolgte „Regenzeit“ in Andalusien offensichtlich vorbei war. Vor dem Hotel erwartete uns bereits Roger Graf, der Stationsleiter von Bicycle Holidays Hürzeler und begrüßte uns herzlich.

Donnerstag stand die erste Ausfahrt am Programm. Während die gemütlichere Gruppe von Kurt Rathfuß geführt wurde, leitete El Jefe persönlich die zweite Gruppe. Er führte uns zunächst an die Promenade eines „weißen Dorfes“, nämlich Conil, wo wir gleich beim ersten „Fotoshooting“ viel Spaß hatten:

Weiter ging es zum Leuchtturm am Cabo Trafalgar, wo manche die Gelegenheit wahrnahmen, ihre Steuerkünste im Sand zu demonstrieren – Cross-Flair in Andalusien – wer hätte das gedacht?

Ein Gruppenfoto vor atemberaubender Kulisse konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen.

Freitag hatten sich einige für eine geführte Tour „Jerez Hinterland“ angemeldet. Guide war Kevin aus Dresden und er machte seine Sache mit deutscher Gründlichkeit: Laut Ausschreibung war ein Schnitt von 25 km/h vorgesehen und die hielt Kevin auch peinlichst genau ein – egal ob´s bergauf oder bergab ging! Zunächst ging´s durch eine wunderbar grüne Landschaft – welch Wohltat für die Augen nach dem langen Winter in weiß und grau-braun. Schon bald tauchte am Horizont ein weiteres „weißes Dorf“ auf – Medina Sidonia.

Nach rund 50 Kilometern kündigte uns Kevin eine Rast an – bei der „Venta Andres“. Ob dieses Namens wähnten wir uns schon von andalusischen Köstlichkeiten und heißblütigen Spanier/innen umgeben, doch als wir die „Venta Andres“ erreichten, stellte sich diese als Ausflugslokal mit Südosttangentenflair heraus – direkt an der Leitschiene wurde gepicknickt.

Bei der Rückfahrt kam Profiflair wie bei der „Vuelta a Espana“ auf, doch nicht zur Freude aller. Zunächst mussten wir auf Grund einer Straßensperre ein paar Kilometer – offensichtlich aber legal – auf einer Autobahn zurücklegen.

Anschließend wurden die unzähligen Kreisverkehre durch Chiclana de la Frontera fast rennmäßig genommen, so dass die weiter hinten Fahrenden immer wieder „Löcher“ flicken mussten. Zur allgemeinen Gemütsberuhigung führte uns Kevin dann aber an den alten Hafen von Novo Sancti Petri mit obligatem Gruppenfoto….

… und schließlich in eine Cervezeria, die im Laufe der Woche unser Stammlokal nach Tourende werden sollte. Wie sich herausstellte, dürfte es sich dabei um eine Zweigstelle des Schweizerhauses im Prater handeln, denn erstens war das Bier köstlich und zweitens waren bei der Rechnung am Schluss immer mindestens drei Bier mehr zu bezahlen als konsumiert. In weiterer Folge haben wir das aber beharrlich ignoriert und waren doch am nächsten Tag wieder willkommen.

Kurt mit schicker Specialized-Sonnenbrille:

Samstag wollte unser Formel 1-Freak und Superrandonneur Josef die Rennstrecke bei Jerez besichtigen, den „Circuito Jerez de la Frontera“, ich entschloss mich, ihn dabei zu begleiten.
Zunächst fuhren wir die gleiche Strecke wie am Vortag, doch diesmal ließen wir Medina Sidonia nicht rechts liegen, sondern fuhren die zwei Kilometer rauf, um eine kurze Stadtbesichtigung zu machen.

Dann ging´s weiter Richtung Rennstrecke, doch zwanzig Kilometer vor unserem Ziel wurden wir abrupt gestoppt, die starken Regenfälle hatten eine ganze Straßenkreuzung weggeschwemmt, es sah aus wie eine Filmkulisse. Ich gab Josef einen Schnellkursus im Radschultern und wir überquerten das Hindernis. 

Bereits acht Kilometer vor der Rennstrecke konnten wir Motorenlärm hören, Josef war kaum mehr zurückzuhalten, für ihn war das Musik in den Ohren, schöner als jede Sinfonie von Beethoven und anderen Ahnungslosen.
Dort angekommen wurde uns höflich aber bestimmt der Einlass verwehrt.  Aber Josef, einmal angekommen, wollte unbedingt auf die Strecke und entwickelte ungeahnte Kräfte. Akribisch umrundeten wir die Straße rund um die Rennstrecke, bis er endlich auf einer Baustelle ein Loch im Zaun entdeckte und schwups war er auch schon drinnen.

Ein köstliches Bild, wie er über das Kiesbett im Sereno-Trikot Richtung Strecke lief, leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Doch plötzlich stoppte der Motorenlärm und ich dachte jetzt wird Josef gleich von der Grupo Especial de Operaciones (GEO), einer Elite-Einheit der spanischen Polizei, abgeführt, doch zum Glück war nur eine Panne eines Rennwagens der Grund für die Pause. Josef berichtete mir von seinen Eindrücken und lieferte mir so nebenbei statistische Daten zu den Rennen der letzten Jahrzehnte – ich sage euch – Heinz Prüller ist ein Dreck dagegen. Bei der Rückfahrt hielten wir wieder bei der Venta Andres, was anderes war nicht zu finden. Josef besorgte Randonneursverpflegung in einer Schachtel, ich dachte zunächst es wäre alte Weihnachtsbäckerei, tatsächlich war´s aber ein recht köstliches andalusisches Gebäck.

El Jefe persönlich führt seine Gruppe diesmal über Trafalgar nach Barbate und Vejer.

El Jefe führte gekonnt Regie fürs Gruppenfoto. Man beachte aber auch, mit welcher Hingabe Martin die Banane schält, dabei waren wir ja noch gar nicht in Gibraltar! Rechts Kurt außerdem noch immer mit schicker Specialized-Sonnenbrille.

Weiter ging´s nach Vejer zu einer Stadtbesichtigung und einer anschließenden Rast. (Kurt putzt seine schicke Specialized-Sonnenbrille.)

Abschließend wurde der Sherry in Rogers Radkeller verkostet. Während sich die Stimmung bei den meisten lockerte, bewahrte Christian Haltung

(Fast) alle Hemmungen fielen schließlich, als uns Roger eigenhändig mit Vino Tinto aus der Baskenflasche abfüllte.

Am nächsten Tag folgt Josef unseren Spuren vom Vortag. Alle anderen gingen auf unbekannte Reise mit dem Linienbus – aber auch hier bewies El Jefe, warum er Jefe ist – wir fanden die richtigen Busse und somit die Stadt Cadiz.

Wir genossen das Flair der Stadt. (Kurt weiterhin mit schicker Specialized-Sonnenbrille.)

Eine Tapas-Verkostung und ein abschließender Cafe Leche rundeten das Programm ab.
Aber auch ein Sereno-Betreuerwagen wurde gesichtet:

Währenddessen sammelte Josef auf seiner 170 Km Runde andere Eindrücke.
Er sah dabei: ein interessantes Geschäft … Korkeichen … haufenweise Kakteen … Toros … herrliche Landschaft …. und sogar sich selbst.

Am nächsten Tag gings in die Berge. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus dorthin – Guide Kevin fuhr nach Ubrique, Gruppe Kurt radelte nach Arcos.

Diese Wegbegleiter würden köstlichen Serrano (nicht Sereno!) Schinken abgeben – die berühmten Schwarzen Schweine.

Das obligate Gruppenfoto vor (oberhalb von) Ubrique.

Bei der Rast in Ubrique hatten wir Mühe, ein offenes Lokal zu finden. (Kurt immer noch mit schicker Specialized-Sonnenbrille, aber doch etwas nachdenklich – kommt da noch was?)

El Jefe hat Defekt, der Rest amüsiert sich königlich. Aber jetzt war es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt.

Kurt lächelt wieder (mit Specialized-Sonnenbrille) – Martin locker wie ein Profi, daneben führt Andrea die von ihr erfundene „Damenbremse“ vor.

Kurt R. führt die Gruppe, nur wo ist die eigentlich?

Ah, da … !

Der Wind „Levante“ bescherte uns drei windige Tage – so führte uns die nächste Ausfahrt nur zum Stier – genau richtig nach dem anstrengenden Tag in den Bergen …

Links Roger’s Radkeller in seiner eigentlichen Verwendung – rechts „Trockentraining“ (?) des Belgischen Kreisels. Der aufgrund der Örtlichkeit fehlende Wind wurde durch Einnahme von reichlich Sherry praxisnah simuliert.

Abends wurde „gefachsimpelt“ ?
Tinto di Verano durfte dabei nicht fehlen!!!

Die meisten fuhren mit Roger’s Bus nach Gibraltar und mit dem Rad zurück. Josef und Michi jedoch fuhren bei heftigem Gegenwind schon mit den Rädern nach Gibraltar – natürlich auch wieder retour.

Ein verdientes Päuschen …. aber es rollte wunderbar mit Rückenwind.

Martin wurde wieder einmal seinem Ruf als „sexiest Sereno-man“ gerecht.

Der mittlerweile traditionelle Abschluss in Rogers Radkeller … mit recht „heiteren“ Zeitgenossen.

Den letzten Tag verbrachten einige mit „Ausradeln“ nach Trafalgar, einige bummelten in Chiclana.
Kurt nach wie vor mit schicker Specialized-Sonnenbrille, ist die gar auf seinem Kopf angewachsen?

Abends verabschiedete uns Roger in seinem Radkeller – shit – wo ist Kurts schicke Specialized-Sonnenbrille?

Einige Serenos fuhren abends noch mit Roger im Bus nach Jerez zu einer Flamenco-Vorführung. Ein Stadtrundgang sowie eine Cherry-Verkostung gehörten ebenfalls zum Programm.

Ah, da ist Kurts schicke Specialized-Sonnenbrille wieder, er wirkt aber etwas nachdenklich …

… und das nicht ohne Grund, wird sie ihm doch beim Sicherheits-Check am Flughafen gestohlen! Der Senor auf der Polizeiwache des Flughafens war zunächst sichtlich nicht begeistert über die Störung seiner Siesta, aber mein International Police Association-Ausweis erweckte ihn wieder zum Leben. Schnell war eine (nicht unhübsche) Dolmetscherin zur Stelle und Kurt erstattete Anzeige.

Ich denke, dass ich im Namen aller Serenos spreche, wenn ich sage, dass unser diesjähriges „Trainingslager“ wieder ein ausgesprochen sportliches wie nettes und lustiges war!

Alle, die noch nicht genug haben, können sich ALLE FOTOS HIER ansehen! Viel Vergnügen!

Menü schließen