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RCS Herbstradwoche Cividale 14. September bis 21. September 2019

ein Bericht mit Fotos von Peter D.

Nachdem am Anreisetag alle Bedenken, ob denn die Speicher der malerischen kleinen Stadt im friulanischen Teil unseres Nachbarlandes wohlfeil gefüllt sein werden, nach einer gewissenhaften Überprüfung im „Cafe ohne Namen“ an der Piazza Pado Diacono ausgeräumt wurden, am Abend dann im Ristorante „El Monastero“ die Köche eine überzeugende Demonstration ihres Handwerks boten, konnte die erste Ausfahrt unserer Radwoche beruhigt in Angriff genommen werden.

Ob es jetzt das fulminate Abendmahl oder vielleicht doch das eine oder andere Gläschen friulanischen Traubensaftes zuviel war, das so manchen eine etwas unruhige Nacht bescherte, wird wohl nie beantwortet werden.

Jedefalls führte uns die 1. Tour (ca 85 km, 400 hm) in Richtung Süden zwischen die Ausläufer der Weinberge bis Orsaria und danach in einem großzügigen Schwenk nach Norden hinauf bis Faedis und Attimis um nach einem Bogen in südliche Richtung wieder an der Piazza Pado Diacono in Cividale zu enden.

Nach einer Stärkung im „Cafe Langobardo“ verschlug es nach einige an den kleinen Strand am Fiume Matisone auf ein erfrischendes Bad.

Ausklang fand dann der Abend im Risorante „Leon d‘ Oro“.

2. Tag – Auf Bacchus Spuren (95 km, 1100 hm)

Schön – traumhaft – zum einschlafen …. war sie bei Gott nicht, unsere Tour durch die Weinberge im Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien.

Gut, anfangs waren einige Navigationskünste noch ein wenig unbeholfen – dürfte sich aber eher um ein Anwenderproblem gehandelt haben – aber bald haben gleich drei mit Sateliten verbundene Geräte uns zielstrebig bis hinunter nach Gorize geleitet.

Ein kleiner Zwischenstopp in Grandisca di Isonzo zur Stärkung gab genug Kraft um kurz vor Cividale noch einen zusätzlichen Abstecher in die Weinberge um Ipplis zu einem Vergnügen zu machen.

Tour 3 – Grado (130 km, 400 hm)

Er scheint uns nicht wohlgesonnen zu sein, Garminus, der Gott der Navigierenden. Ließ er uns anfänglich doch ziemlich unbeholfen durch die Sträßchen von Cividale herumsuchen, bis wir die richtige Ausfahrt gefunden haben.
Und als uns besagte Gottheit auch noch über würzige Anstiege gelotst hat, geriet das Vertrauen an Garminus fast ins wanken.
Letztlich war er doch mild zu stimmen und hat uns doch zielsicher über Aquilea nach Grado geführt.

Lediglich einige italienische Autofahrer, unterwegs mit Fahrzeugen, welche bei uns als größere Briefkästen durchgehen, hätten unsere heutige Tour durch ihr egoistisches Fahrverhalten fast in ein radfahrerisches Waterloo verwandelt.
However – alles gut gegangen – Abschürfungen gehören leider dazu – alle gesund zurück.

Tag 4 – Ruhetag

Begonnen hat dieser mit einer gelungenen Geburtstagsüberraschung für ElJefe. Ja, das ganze vor einer Telefonzelle auf dem Parkplatz eines Eurospars, das hat schon ‚was.

Anschließend stand ein Trip in die friulanische Metropole Udine auf dem Programm. Aber selbst am Ruhetag blieb er nicht locker, der heilige Garminus und fand anscheinend großen Spaß daran uns mit dem Auto immer wieder durch den selben Kreisverkehr zu jagen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass helle Köpfe auch Wegweiser aufgestellt haben, die uns dann doch dorthin den Weg zeigten, wohin wir wollten,

Eine Schinkenverkostung in San Diele ist in dieser Region ein Muss und wurde zum Anlass genommen, um nochmals auf das Wohl von ElJefe anzustoßen.

Tag 5 – ins nachbarliche Slowenien (109 km, 1160 hm)

Es hat zwar einige Tage gedauert, aber jetzt kann er nichts mehr ausrichten, der Herr Garminus und wir haben seine Tricks durchschaut.
Klappte doch die Fahrt über die Weinberge ins slowenische Socca-Tal anstandslos. Lediglich der lästige Wind, der es ordentlich konnte, machte die Fahrt streckenweise mühsam.

Über Tolmin hinauf nach Kobarid blies der Wind in den Rücken und machte die Fahrt zu einem Vergnügen. Noch eine kleine Stärkung in Kobarid und danach zurück nach Cividale.

Tag 6 – Palmanova (97 km, 305 hm)

Er kann echt nerven…. dreimal darf geraten werden.
Ging es anfänglich noch recht gut, so hat er uns doch gegen Ende der Ausfahrt wieder zeigen müssen, wer Herr über die Satellitenverbindungen ist. Wenn’s denn sein muss!

Tag 7 – Castelmonte Plus (58 km, 1190 hm)

Die Verkehrsdichte lässt Privatstraßen vermuten.
Garminus wurde diesmal nicht zu Rate gezogen. Vielleicht haben wir uns deshalb nicht verfahren…

Wir hatten eine wunderschöne Woche, traumhafte Strecken, perfektes Wetter, keine Pannen und keinen ernsthaften Unfall. Cividale sieht uns wieder!

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Ich beneide euch, so schön, Wetter passt, Essen sicher auch.
    Wünsche allen Serenos noch weitere schöne Touren.
    Lasst Peter morgen ordentlich hochleben

  2. Toller Bericht und so schöne Fotos.
    Liebe Roswitha, baldige Besserung du arme!!
    Wir haben mit Peter ausgiebig gefeiert.

  3. Zur Tour 7 – Garminus hin, Garminus her.
    Vielleicht war das nicht verfahren nur Zufall ??? 🙂

  4. Ein sehr guter Bericht, wenn man denkt
    das auch ein kleiner Zeitaufwand dahintersteckt 👍

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