office@rc-sereno.at

Toscana – Gardasee – Südtirol 9. Juli bis 20. Juli 2007

Toskana – Moltepulciano
Sehr kurzfristig (das Wetter war in Österreich kalt und regnerisch vorhergesagt) haben wir – Brigitte und Christian – beschlossen, zum Radfahren und Relaxen nach Italien zu fahren.
Während der Fahrt haben wir uns entschlossen, nach Montepulciano in die Toskana zu fahren.
Montepulciano war auch Ausgangspunkt unserer beiden Radtouren – die 1. Tour führte uns von Montepulciano über Pienza nach Montalcino und über Castiglione zurück (110 km, 1.718 hm).
Die 2. Tour von Montepulciano über Torrita nach Cortono über den Lago di Montepulciano (Abkühlung im See) zurück (109 km, 1.000 hm).

Montepulciano

Alle Strassen haben durchwegs sehr guten Asphalt und sind relativ verkehrsarm. Ein landschaftlich wunderschönes Gebiet, das man Rennradlern empfehlen kann, wenn das ständige „auf und ab“ gewünscht wird.

Wir können allen, die eine Frühstückspension in Montepulciano suchen, das „Albergo Il Rondo“ empfehlen – ein ruhiges Anwesen mit einem sehr gepflegten Garten.

Gardasee – Sirmione
Zum Erholen – flach fahren und baden – gings dann zum Gardasee. Unsere 1. Tour führte uns auf der Uferstraße rund um den Gardasee (154 km, 531 hm). Diese Runde ist zwar ziemlich flach, jedoch ist das Westufer des Sees aufgrund vieler, teilweise recht langer Tunnel nicht wirklich zum Rennradfahren geeignet.
Die 2. Tour war eigentlich als Sight-seeing-Tour nach Verona geplant – jedoch war die Heimfahrt von Verona durch das südliche Hügelland ausgesprochen angenehm und schön (98 km, 445 hm).
Die 3. Tour führte uns dann über ein Bergmassiv zum Lago d’Idro – herrliche Landschaft mit wenig befahrenen Straßen. Die Heimfahrt über den Lago di Ledro ist bis kurz vor Riva sehr schön – jedoch gibt es kurz vor Riva einen Tunnel, der für Radfahrer verboten ist und die Variante über Pregasina hat uns über eine Mountainbikestrecke nach Riva gebracht. Fürs Rennrad nicht wirklich geeignet :-).

Sirmione

Desencno

Ort am Westufer

Riva

Verona

Balkon der Julia, Julia und der über und über mit Graffiti bemalte Hauseingang

Blick zurück auf den Gardasee

Südtirol – Prad
Aufgrund der stabilen Wetterlage haben wir beschlossen, nach Südtirol zu fahren. Das Stilfser Joch ist aufgrund der vielen Fotos der anderen Radfahrer schon längere Zeit auf meiner Wunschliste. Nachdem auch Gerold dort noch nicht gefahren ist und zur gleichen Zeit in Italien war, hat es sich wunderbar ergeben, dass wir uns treffen konnten und er uns zwei Tage begleitet hat.
Einquartiert haben wir uns am Fuße des Stilfser Jochs in Prad.
Unsere Tour ging über das Stilfser Joch, den Umbrailpass über den Ofenpass, das Unterengadin über die Norbertshöhe nach Nauders – zurück über den Reschenpass (174 km, 3.391 hm).
Im Prinzip sind wir den klassischen 3-Länder-Giro abgefahren.

Die nächsten Fotos braucht man eigentlich nicht zu kommentieren – sie sprechen für sich selbst. Das Stilfser Joch ist auch nach Gerolds Meinung – und er kennt viele Pässe – aufgrund des herrlichen Panoramas während der gesamten Auffahrt einer der schönsten Pässe.

Der Umbrailpass liegt unterhalb des Stilfser Jochs – eine tolle Abfahrt, auch wenn ein Stück nicht asphaltiert ist.


Der Ofenpass ist – vielleicht auch nur, weil wir vorher das Stilfser Joch gefahren sind, eher mühsam zu fahren (breite Straße mit wenig Kehren) – das anschließende Unterengadin-Tal jedoch so, wie man sich die Schweiz oder eine Eisenbahnanlage vorstellt: Roter Zug – ein hübscher Ort mit einem Kirchturm – auf der anderen Seite eine Fluss. Leider gibts da keine Fotos, weil die Durchfahrt recht flott war.
Die Norberts-Höhe nach Nauders ist ganz angenehm zu fahren – keine besonderen Steigungen und der Reschenpass eine recht flotte, nette Abfahrt, wenn man von Österreich kommt. Von Italien möchte ich ihn nicht fahren.

Am nächsten Tag haben wir beschlossen, von Italien mit dem Auto nach Österreich zu fahren. Kurz nach Landeck haben wir geparkt und sind die Silvretta-Hochalpenstraße nach Bludenz und zurück über den Arlberg-Pass gefahren (150 km, 2.369 hm).

 

Die Silvretta-Hochalpenstrasse ist absolut sehenswert. Von Tirol aus fährt man eher über ein Hochplateau mit Wiesen und Seen – auf der Bielerhöhe gibts dann einen Stausee und die Abfahrt nach Vorarlberg prägt viele Kehren. Eigentlich wäre es interessanter – aber auch anstrengender – die Silvretta-Hochalpenstaße von Vorarlberg aus zu befahren.

Von Bludenz bis kurz vor dem Arlberg-Pass ist die Straße praktisch verkehrsfrei. Sehr angenehm. Kurz vor Langen am Arlberg ist die Straße dann stärker befahren – kurz vor Stuben ist ein langer Tunnel, den man als Radfahrer auch umfahren kann (haben wir leider zu spät gesehen).
Der Arlberg-Paß ist – glaube ich mal – abgesehen vom stärkeren Verkehrsaufkommen recht nett, aber nachdem ich schon ziemlich kraftlos war, konnte ich ihn nicht wirklich genießen. Die Abfahrt zurück jedoch war sehr flott – Gerold: danke für den Windschatten!

Menü schließen